Warenprüfkonzern
Starker Franken verhagelt SGS das Ergebnis

Der starke Schweizer Franken sorgte dafür, dass der Reingewinn des Schweizer Warenprüfkonzerns SGS im ersten Halbjahr 2011 um 8,9 Prozent auf 246 Millionen Franken fiel.
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Zürich.Der starke Schweizer Franken hat das Ergebnis des Schweizer Warenprüfkonzerns SGS im ersten Halbjahr 2011 deutlich geschmälert. Insgesamt fiel der Reingewinn um 8,9 Prozent auf 246 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten waren von einer Steigerung auf durchschnittlich 278 Millionen Franken ausgegangen. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent auf 2,35 Milliarden Franken, hier hatten Experten im Schnitt einen Anstieg auf 2,41 Milliarden Franken erwartet. Für das restliche Jahr geht der Genfer Konzern zwar weiterhin von einem „solidem Umsatzwachstum“ in Lokalwährungen aus. Die operativen Margen dürften aber aufgrund von Anfangsinvestitionen in neue Projekte unter denen des Vorjahres liegen, räumte SGS ein. 

An der Schweizer Börse reagierte die Aktie mit einem Kurssturz von über acht Prozent. Der Gesamtmarkt eröffnete knapp ein Prozent tiefer. Die SGS-Zahlen böten wenig Anlass, die Aktie zu kaufen, insbesondere da diese im Vergleich zum übrigen Sektor recht hoch bewertet ist, hieß es in einem Kommentar der Deutschen Bank. 

Trotz des starken Frankens laufen die Geschäfte von SGS aber weiterhin gut. Zweistellige Wachstumsraten erreichten sowohl das Industrie-, das Umwelt, das Automobil- sowie das Life-Science-Geschäft. Aufgrund der weltweit starken Rohstoffnachfrage wies das Mineralien-Prüfgeschäft sogar eine Wachstumsrate von knapp 25 Prozent aus. Auch die kleineren Konkurrenten Bureau Veritas und Intertek hatten zuletzt ein Anziehen der Weltwirtschaft und der internationalen Warenströme zu spüren bekommen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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