Warren Buffett zu Unilever und Kraft Heinz
„Es gibt keinen Back-up-Deal“

Die 143 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Unilever durch Kraft Heinz ist geplatzt. Experten fragen sich, ob Kraft stattdessen ein neues Ziel ins Auge fasst. Nun hat sich erstmals Star-Investor Warren Buffet geäußert.
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LondonDer von den Investoren Warren Buffett und 3G Capital gestützte US-Ketchuphersteller Kraft Heinz ist nach der geplatzten Megaübernahme von Unilever derzeit nicht auf der Suche nach neuen Zukäufen. „Es gibt keinen Back-up-Deal. Dies war die einzige Transaktion, die ich ernsthaft als sinnvoll erachtet hätte“, sagte Großaktionär Buffett dem TV-Sender CNBC am Montag. Er gehe davon aus, dass Kraft irgendwann später einmal woanders zuschlagen könnte.

Doch die hohen Bewertungen für Konzerne in der Branche erschwerten es massiv, einen sinnvollen Zukauf zu tätigen.

Nach dem Scheitern der 143 Milliarden Dollar schweren Übernahme herrscht in der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche gespannte Erwartung. Experten fragen sich, ob Kraft statt des abgeblasenen Deals nun ein neues Ziel ins Auge fasst. Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway sowie der Finanzinvestor 3G Capital halten zusammen 50,9 Prozent an Kraft. Experten nannten bereits Colgate-Palmolive als mögliches Übernahmeziel. Die Lebensmittelbranche ist seit Jahren im Umbruch – vor allem in den USA: Kraft Heinz war selbst erst 2015 aus der Fusion des Ketchup-Herstellers Heinz mit dem Philadelphia-Produzenten Kraft hervorgegangen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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