Warten auf formales Angebot
Techem sucht Alternativen zum Macquarie-Angebot

Techem prüft Alternativen zum "unaufgeforderten" Übernahmeangebot der australischen Bank Macquarie. Der Vorstand des Energiedienstleisters macht nach wie vor keinen Hehl daraus, dass das Angebot unerwünscht ist.

HB FRANKFURT. Der Vorstand werde die Offerte der Australier prüfen und „im Interesse der Techem und ihrer Aktionäre alle wertmaximierenden Alternativen prüfen“, teilte Techem am Dienstag mit. Das Angebot von Macquarie sei unaufgefordert und mit dem Vorstand nicht abgestimmt. „Wir haben noch keine Unterlagen, Macquarie hat das Angebot nur angekündigt“, sagte ein Sprecher.

Die Bank habe nun zehn Tage Zeit, um ihre Offerte bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einzureichen. „Wir werden in dieser Zeit schon mit der Bewertung beginnen, wir wissen aber nicht, ob das jetzige Angebot das endgültige ist“, sagte der Sprecher. Was die Techem AG unter „wertmaximierenden Alternativen“ versteht, wollte der Unternehmenssprecher auf Anfrage nicht erläutern. Er bestätigte, dass Techem Merrill Lynch als beratende Bank im Zuge der möglichen Übernahme mandatiert habe.

Am Montag hatte Macquarie den Techem-Aktionären über ihren europäischen Infrastrukturfonds ein knapp 1,1 Mrd. Euro schweres Übernahmeangebot gemacht. Die Australier bieten 44 Euro je Aktie und wollen die Mehrheit an dem Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt. 19,2 Prozent hat sich Macquarie schon gesichert. Sollte das Management die Offerte ablehnen, will Macquarie das Unternehmen notfalls auch feindlich übernehmen.

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