Wasser-Geschäft soll über langfristige Partnerschaften ausgebaut werden
Stadtwerke: Genug Geld für Gelsenwasser vorhanden

Bei den Stadtwerken Dortmund und Bochum ist genug Geld im Topf, um den Wasserversorger Gelsenwasser auch komplett zu übernehmen. Allerdings suchen die Stadtwerke für einen schnelleren Ausbau von Gelsenwasser noch nach einem privatwirtschaftlichem Partner. Das sagte Harald Heinze, Vorstandschef der Dortmunder Stadtwerke, am Donnerstag.

HB DÜSSELDORF. „Wir können den Preis für 100 Prozent der Aktien in Höhe von gut 1 Mrd. Euro zu marktüblichen Bedingungen finanzieren“, betonte Heinze. Allerdings suchten die Stadtwerke für einen schnelleren Ausbau von Gelsenwasser noch einen bevorzugt privatwirtschaftlichen Partner.

Die Stadtwerke hatten für 835 Mill. Euro 80,5 Prozent der Gelsenwasser AG vom Energiekonzern Eon übernommen. „Wir rechnen dabei mit einer Rendite von mindestens 8,3 Prozent“, sagte Heinze.

Im Geschäftsfeld Wasser und Abwasser wollten die Stadtwerke Wachstum durch langfristige Verträge und verstärkte Partnerschaften mit öffentlich-rechtlichen Einrichtungen erreichen. Auch auf dem liberalisierten Gasmarkt soll Gelsenwasser stärker aktiv werden. Ausgewählte Großkunden sollen künftig Wasser, Gas und Strom von dem Gelsenkirchener Unternehmen aus einer Hand bekommen. „Durch Synergieeffekte wie in den Bereichen Materialbeschaffung, Labor und Service werden wir die Kostenführerschaft bei Gelsenwasser stärken“, sagte Heinze.

Bernd Wilmert, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum, betonte, dass ein möglicher neuer Partner Know-how in den Bereichen Gas, Wasser oder Finanzen einbringen könne. Auf jeden Fall wollen die Stadtwerke die Aktienmehrheit und damit die unternehmerische Führung bei Gelsenwasser behalten. „Die Suche nach einem Partner geschieht ohne jeden Zeit- und Finanzdruck“, sagte Wilmert.

Der Verkauf von Gelsenwasser steht im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von Eon und Ruhrgas. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Ruhrgas-Übernahme 2002 unter der Bedingung gebilligt, dass Eon unter anderem seinen 80,5- prozentigen Anteil an Gelsenwasser verkauft. Der Mannheimer Energieversorger MVV hatte zuletzt angekündigt, den Gelsenwasser- Verkauf anfechten zu wollen.

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