Wasserversorger erzielt erheblichen Buchgewinn
Veolia gibt Tochter FCC an Investorengruppe ab

Der größte Wasserversorger der Welt, Veolia Environnement, wird noch in dieser Woche die spanische Tochter FCC verkaufen und damit den strategischen Umbau abschließen. Das berichtet „La Tribune“, die französische Partnerzeitung des Handelsblatts.

cn PARIS. Der Preis für die 52,6-prozentige Beteiligung an dem Bau- und Umweltservicekonzern FCC werde etwa eine Mrd. Euro betragen, hieß es in Unternehmenskreisen. Für Veolia-Chef Henri Proglio bedeutet das einen erheblichen Buchgewinn, denn in der Bilanz von Veolia ist FCC mit 810 Mill. Euro veranschlagt.

Käufer ist eine Investorengruppe unter Führung der Spanierin Esther Koplowitz, die bereits Großaktionärin bei FCC ist. Ein Sprecher von Koplowitz sagte, der Vertrag mit Veolia werde „zweifelsohne heute oder morgen unterzeichnet". Ebenfalls beteiligt an dem Kauf sind die französische Industriellenfamilie Peugeot und die Investmentgesellschaft Ibersuizas. Veolia hatte sich 1999 für 691 Mill. Euro bei FCC eingekauft.

Seit der Trennung vom Medien- und Telefonkonzern Vivendi hat Veolia zahlreiche, als nicht mehr strategisch erachtete Töchter abgegeben. Proglio will den Konzern dadurch sanieren. 2003 schrieb Veolia zwei Mrd. Euro Verlust, noch immer schiebt das Unternehmen knapp zwölf Mrd. Euro Schulden vor sich her. Vergangene Woche meldete der Veolia den Vollzug des Verkaufs der US-Tochter Culligan für 610 Mill. Euro. Den Versorger US Filter, 1999 für acht Mrd. Euro übernommen, hat Proglio schon verkauft. Vivendi hat seine Beteiligung an Veolia 2003 auf 20 Prozent gesenkt.

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