Wasserversorger : Gelsenwasser legt sich mit Exxon Mobil an

Wasserversorger
Gelsenwasser legt sich mit Exxon Mobil an

Der nordrhein-westfälische Wasserversorger Gelsenwasser wehrt sich gegen die Pläne des Energieriese Exxon Mobil, der in NRW neue Gasvorkommen erschließen will. Die Trinkwasserqualität sei in Gefahr.
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DüsseldorfDer regionale Wasserversorger Gelsenwasser legt sich mit dem weltgrößten Energiekonzern Exxon Mobil an. Die Amerikaner sowie acht weitere in- und ausländische Unternehmen wollen mit einer Fördermethode, dem Fracking, die bislang unerreichbaren Gasvorkommen erschließen, die in bis zu 1000 Meter Tiefe unter Nordrhein-Westfalen vermutet werden. Sollten diese gefördert werden, könnte Deutschland Schätzungen zufolge 20 Jahre auf Gasimporte verzichten.

„Pro Bohrloch pumpen die Gasförderer 50 Tonnen Gift in die Gesteinsschichten, und auf nur einem Hektar brauchen sie 20 Bohrlöcher“, empört sich Manfred Scholle, der Vorstandsvorsitzende der Gelsenkirchener Gelsenwasser AG. Etwa die Hälfte der Fläche von NRW umfasst das Gebiet, in dem die Gasförderer Bohrungen durchführen können.

Um das von Gesteinssporen eingeschlossene Erdgas freizusetzen, werden riesige Mengen eines Gemischs aus Sand, Wasser und Chemikalien unter hohem Druck in die entsprechenden geologischen Schichten gepresst. Dadurch werden die Poren gesprengt, das Gas entweicht über eine Förderröhre an die Oberfläche. Scholle sieht deshalb „ganz erhebliche Gefahren für das Grund- und Trinkwasser“ im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik.

Gelsenwasser versorgt in NRW 2,7 Millionen Bürger mit Trinkwasser. Scholle verlangt, dass die Gasförderer auf Bohrungen in Trinkwassereinzugsgebieten komplett verzichten sollen. Eine von Exxon Mobil bereits im November versprochene Expertenkommission sei noch nicht gebildet. „Mir scheint, man ist an einer einvernehmlichen Lösung nicht interessiert“, sagte Scholle dem Handelsblatt.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport

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  • Man ist immer wieder erstaunt, was man mit Bestechung in diesem Land alles bewegen kann. Selbst strenge Umweltauflagen "vepuffen" wie Gas im Grundwasser. Aber wehe einer wäscht seinen Wagen in seiner Auffahrt o.ä. Bin mal gespannt ob und wann die Rot-Grüne NRW Regierung mal aktiv wird. Wird mal Zeit, dass jemand den Zecken von Exxon zeigt wo es lang geht. Sollen die doch ihre eigene Nachbarschaft verseuchen. Das sind die Heuschrecken 2.0.

  • Erdgas kann man nicht trinken! Jagd diese Driller aus dem Land. Unser Land wurde schon genug vergiftet.

  • Wie das TV-Magazin Galileo vor einigen Wochen berichtete, hat das Fracking Verfahren in ländlichen Regionen der USA tatsächlich das Trinkwasser verseucht. Anwohner können ihr inzwischen giftiges Leitungswasser entflammen, da darin entzündliche Gase enthalten sind. Brauchwasser kommt per Tankwagen. Immobilien sind nur noch einen Bruchteil wert. Zu googlen unter galileo brennender wasserhahn.

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