Wayss & Freytag fordert Millionenbetrag
Immobilienfirma Agiv droht die Insolvenz

Der angeschlagenen Hamburger Immobiliengesellschaft Agiv Real Estate AG droht die Insolvenz. „Die Gesellschaft führt derzeit Gespräche mit ihren Hauptgläubigern, um das Überleben zu sichern“, sagte ein Agiv-Sprecher. Grund für die Existenzkrise sind die hohen Schulden des Konzerns.

HAMBURG. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, verlangt unter anderem der Frankfurter Immobilienentwickler Wayss & Freytag von der Hamburger Firma noch in dieser Woche die Rückzahlung von rund 40 Mill. Euro. Das Geld soll in zwei Tranchen fließen: Agiv soll zehn bis elf Mill. Euro 2004 und den Rest Anfang 2005 zahlen.

Doch die Gesellschaft kann das Geld nicht aufbringen, heißt es in Firmenkreisen. Die Hausbanken hatten dem Unternehmen noch vor kurzem einen umfangreichen Tilgungsverzicht eingeräumt.

Die Forderungen der zur niederländischen Royal BAM Group gehörenden Wayss & Freytag-Gruppe stammen aus Mietgarantien, die die Hamburger Immobiliengesellschaft bis heute nicht gezahlt hat. „Die Forderungen von Wayss & Freitag sind weiter rechtsanhängig“, sagte der Agiv-Sprecher. Nähere Auskünfte wollten Sprecher von Agiv sowie der Royal BAM Gruppe nicht geben.

Die Agiv Real Estate AG ist eine der führenden Immobilienfirmen in Deutschland. Das Unternehmen hat Immobilien im Wert von rund einer Mrd. Euro. An der Börse sank gestern der Kurs der Aktie um 4,11 Prozent auf 0,70 Euro.

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