Wechsel
Von Freshfields zu Linklaters

Ralph Wollburg, 51, einer der renommiertesten M&A-Anwälte, wird zusammen mit seinem Partner Achim Kirchfeld, 52, Feshfields Bruckhaus Deringer (Umsatz: 370 Millionen Euro), die größte deutsche Wirtschaftskanzlei verlassen. Für die britische Law Firm Linklaters (Umsatz 185 Millionen Euro) soll er ein Düsseldorfer Büro eröffnen.

DÜSSELDORF. Zu seinen Referenzmandanten zählen Thyssen-Krupp, Degussa, Klaus Esser im Mannesmann-Verfahren und immer wieder der Sanierer Kajo Neukirchen. Er gilt als Rainmaker, also als Jurist, der seiner Soziatät besonders umsatzträchtige Mandate einbringt.

Unter den Top-50-Wirtschaftskanzleien Deutschlands erzielt Freshfields den höchsten Umsatz, Linklaters steht auf Platz Vier. Weltweit bringt es die Law Firm auf 2 500 Anwälte.

Beide Kanzleien gehören in London zum so genannten Magic Circle, das sind die fünf erfolgreichsten Law Firms. Der durchsetzungsstarke Wollburg war ebenso wie Kirchfeld über 20 Jahre bei Freshfields. Freshfields und Linklaters lehnten Stellungnahmen gegenüber dem Handelsblatt ab. Das Wahlverfahren der Partnersuche läuft nach Informationen aus Unternehmenskreisen noch.

Spektakulär ist die frühe Indiskretion und die Wellen, die der Fall verursacht. Spekuliert wird in der Branche nun, ob das Kölner Linklaters-Büro – der zweitgrößte Standort der Kanzlei nach Frankfurt – überhaupt erhalten bleibt. Das Branchenblatt „Juve“ berichtet, dass ein wesentlicher Teil der Kölner M&A-Praxis nach Düsseldorf übersiedeln soll. Und ob sich Linklaters dann zwei Standorte im Rheinland leisten will, sei fraglich.

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