Wegen Flugsteuer
Ryanair zieht weitere Flieger aus Deutschland ab

Ryanair-Chef Michael O'Leary poltert wieder. Wegen der Luftverkehrssteuer will der Chef des irischen Billigfliegers weitere Flüge in Deutschland streichen und an mehreren Standorten empfindlich kürzen. Betroffen sind Berlin-Schönefeld, Bremen und Weeze.
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HB HANNOVER. Der irische Billigflieger Ryanair streicht wegen der neuen Luftverkerssteuer weitere Flüge in Deutschland. Mit dem Start des Sommerflugplans will Ryanair an den Standorten in Berlin-Schönefeld, Bremen und Weeze an der holländischen Grenze teilweise weniger Flugzeuge einsetzen und die Kapazitäten massiv zurückschrauben, teilte die Airline am Dienstag mit.

In Berlin will der Billigflieger sein Angebot um 56 Prozent zurückschrauben, in Bremen um 29 Prozent. In Weeze verringere Ryanair seine Flotte um zwei auf sieben Flugzeuge. Bereits im Oktober hatte Ryanair angekündigt, an seinem wichtigsten Deutschlandstandort in Flughafen Hahn im Hunsrück sein Angebot um knapp ein Drittel auszudünnen.

Firmenchef Michael O'Leary bekräftigte seine Kritik an der geplanten Luftverkehrssteuer in Deutschland. Ähnliche Pläne der Regierungen anderer Länder hätten sich nachweislich negativ auf die Passagierzahlen ausgewirkt. "Die Streckenreduzierungen von Ryanair an diesen Standorten werden zwangsläufig den jährlichen Verlust von drei Millionen Passagieren und 3.000 Arbeitsplätzen mit sich ziehen", warnte der Firmenchef.

Die Flugzeuge, die das Unternehmen nun aus Deutschland abzieht, würden an anderen europäischen Flughäfen eingesetzt. Damit folgt der Billigflieger seiner Strategie, sich vor allem an jenen Flughäfen niederzulassen, an denen die Gebühren und Steuern niedrig sind. In Deutschland gibt es ab dem Jahreswechsel eine Steuer für Kurzstreckenflüge von acht Euro.

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