Wegen Ölpreisanstieg
Ryanair-Chef erwartet Pleitewelle bei Fluggesellschaften

Der Chef von Europas größtem Billigflieger Ryanair, Michael O'Leary, erwartet wegen des kräftigen Ölpreisanstiegs eine Pleitewelle bei Fluggesellschaften. Sollte der Ölpreis von 120 Dollar pro Barrel in den kommenden zwölf Monaten nicht wieder sinken, dann wird „mancher Wettbewerber noch pleitegehen“, sagte O´Leary der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Eine düstere Zukunft prophezeite O„Leary dem Konkurrent Air Berlin.

HB FRANKFURT. „In fünf Jahren sieht der deutsche Markt so aus: Lufthansa und Ryanair. Dann wird AirBerlin nicht mehr dabei sein.“ Die hohen Preise für Rohöl und Kerosin geben die Fluggesellschaften oft an die Kunden weiter. Die Lufthansa hatte erst vergangene Woche angekündigt, den Treibstoffzuschlag für Flugreisen erneut anzuheben.

O´Leary will trotz hoher Kosten auf solche Zuschläge verzichten: „Wir garantieren: Es gibt keine Treibstoffzuschläge“, sagte er. Aber auch Ryanair kann sich dem von Rekord zu Rekord kletternden Ölpreis nicht entziehen. Im Februar hatte die irische Billigfluglinie die Anleger mit einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsquartal und einem skeptischen Ausblick geschockt.

O´Leary peilt dennoch ein kräftiges Unternehmenswachstum an. „Wir verdoppeln unsere Größe in den nächsten vier Jahren, indem wir die Flugpreise um wahrscheinlich 50 Prozent senken.“ Dabei schließt der Ryanair-Chef Transatlantikflüge aus. Ebenso werde Ryanair große Drehkreuz-Flughäfen wie Frankfurt und Heathrow nicht anfliegen.

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