Wegen Streikdrohung
Bahn gibt Gütertransporte an andere Anbieter ab

Angesichts der Streikdrohungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Bahn AG Güterverkehrsleistungen an andere Bahnen abgegeben.

HB BERLIN. Angesichts der Streikdrohungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Bahn AG Güterverkehrsleistungen an andere Bahnen abgegeben. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mitteilte, sollen "ab sofort und mit dauerhafter Wirkung auch über das Streikende hinaus" Leistungen im Kombinierten Verkehr zwischen Leipzig und München mit anderen Eisenbahnen gefahren werden.

Konkret bedeutet das, dass die Konkurrenzunternehmen mit eigenen Lokomotiven und Personal, mindestens aber mit eigenen Lokführern die Züge übernehmen, auf denen Container und Lkw-Wechselbrücken transportiert werden.

Die Bahn nannte im einzelnen die Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH (MEG) und die Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion mbH. Weiter würden "einige wichtige Chemietransporte aus Ostdeutschland" für die Versorgungssicherheit von Industriebetrieben an andere Bahnen abgegeben.

Der Transportvorstand des Konzerns, Norbert Bensel, erklärte, die Bahn könne den Kunden "die andauernde Unsicherheit nicht zumuten. Das haben die vorangegangenen Streiktage gezeigt. Deshalb sehen wir uns jetzt gezwungen, bestimmte Verkehre vorsorglich an andere Bahnen abzugeben."

In der Auseinandersetzung mit der GDL will die Deutsche Bahn nach eigenen Angavebn zunächst nicht juristisch gegen den geplanten Totalstreik der Lokführergewerkschaft GDL vorgehen. "Wir sind jetzt 95 Prozent des Weges gegangen. Wir setzen zunächst mal auf die Einigung mit der GDL", sagte Personalvorstand Margret Suckale am Donnerstag in München. Über juristische Schritte will die Bahn nach eigenen Angaben erst nachdenken, wenn sich ein Streik nicht verhindern lässt.

Das Unternehmen rief die GDL erneut auf, ihre "Verweigerungshaltung" aufzugeben und Deutschland nicht in ein Chaos zu stürzen. Suckale appellierte an die Gewerkschafter: "Nicht streiken, sondern verhandeln."

Die GDL hatte zuvor mitgeteilt, sie erwarte juristische Schritte der Deutschen Bahn gegen ihren für Montag geplanten unbefristeten bundesweiten Streik im Personen- und Güterverkehr.

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