Weihnachten bei Discountern
Aldi und Lidl setzen auf den „kleinen Luxus“

Weihnachtszeit ist Luxuszeit – auch bei Discountern wie Aldi und Lidl. Champagner, Rinderfilet und Rehmedaillons kurbeln nicht nur den Umsatz an, sondern dienen auch dem Imagewandel.
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DüsseldorfRosé-Champagner, Rinderfilet und Rehmedaillons: Zu Weihnachten schwappt auch in diesem Jahr wieder eine Flut edler Delikatessen in die Regale von Aldi, Lidl und Co.. Das beschert den Discountern nicht nur zusätzliche Umsätze. Es hebt auch das Image. Das ist wichtig. Denn nur billig reicht auf dem hart umkämpften deutschen Lebensmittelmarkt längst nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein.

Wer in diesen Tagen in den aufwendig produzierten Weihnachtsprospekten von Aldi oder Lidl blättert, ist schnell weit weg von der nüchternen Einkaufswelt in den Discount-Läden. Aldi Süd wirbt mit „Genussmomenten für Gourmets“ und lockt mit Rezepten für „Erbsen-Minz-Suppe mit Scallops und Knusperbacon“ sowie „Reh-Medaillons mit roten Trauben und karamellisierten Walnüssen“. Lidl verspricht „Weihnachten ist für alle“ und empfiehlt „Gebratene Ente mit Calvadoskraut“ zum Fest.

Der Handelsexperte Fred Hogen vom Marktforschungsunternehmen Nielsen sieht vor den Festtagen einen immer stärkeren Trend zu Luxusprodukten bei den Discountern. Der Grund ist für ihn klar: „Zu Weihnachten haben gutes Essen und Trinken im engsten Familienkreis für die Deutschen nach einer unserer aktuellen Umfragen noch mehr Bedeutung als Geschenke.“ Satte 97 Prozent der Deutschen verbinden Weihnachten Nielsen zufolge mit gutem Essen, „nur“ 90 Prozent mit Geschenken.

Davon wollten die Discounter profitieren. „Sie weiten ihr Angebot vor dem Fest deutlich aus: vor allem bei Wein und Spirituosen, aber auch bei Premium-Fleischprodukten oder Meeresspezialitäten“, sagt der Branchenkenner.

Doch ist das Geschäft mit dem „kleinen Luxus“ zu Weihnachten für Aldi, Lidl und Co nicht nur wegen der zusätzlichen Umsätze wichtig, erläutert der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU: „Das Hauptziel ist ein anderes: Sie wollen vor allem ihr Image aufwerten und auch einkommensstarke Kundengruppen ansprechen, die sonst eher einen Bogen um die Billiganbieter machen.“

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Discounter stehen unter Druck

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

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