Weihnachten und der Konsum

Deutsche geben noch mehr Geld für Geschenke aus

Zum Jahresende wird noch einmal viel Geld ausgegeben. Kurz vor Weihnachten steigt der Konsum. Davon profitieren vor allem Online-Händler. Textilkonzerne hingegen müssen wegen des lauen Winters Einbußen hinnehmen.
Kurz vor Weihnachten strömen die Menschen in die Einkaufscenter. Der Einzelhandel erwartet den größten Andrang in den letzten Tage vor dem Fest. Quelle: dpa
Weihnachtseinkäufe

Kurz vor Weihnachten strömen die Menschen in die Einkaufscenter. Der Einzelhandel erwartet den größten Andrang in den letzten Tage vor dem Fest.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEndspurt im Weihnachtstrubel: Wenige Tage vor dem Fest drängen sich in vielen Innenstädten die Kauflustigen. „Das Geschäft hat in den letzten Tagen noch einmal spürbar angezogen“, berichtet Kai Falk vom Handelsverband Deutschland (HDE). „Viele Verbraucher nutzen diese Woche für das Weihnachts-Shopping.“

Obwohl das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr nur langsam in Fahrt kam, geht der Verband nach wie vor davon aus, dass die Bundesbürger deutlich mehr Geld für das Weihnachtsfest ausgeben werden als im Vorjahr. Rund 86,7 Milliarden Euro sollen es werden, zwei Prozent mehr als 2014.

Gestützt wird der Optimismus des Verbandes auch von der am Dienstag veröffentlichten aktuellen Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Danach hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland nach einer Schwächephase gerade rechtzeitig zum Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts wieder aufgehellt.

Die zehn beliebtesten Luxusgüter der Welt
Rang 10: Luxus-Kreuzfahrten
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Die Demografie- und Einkommensentwicklung wirkt sich positiv auf die Luxus-Kreuzfahrt-Industrie aus. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz wurden 2015 in diesem Marktsegment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2014 ist der Markt um vier Prozent (wechselkursbereinigt) gewachsen. Damit sind Kreuzfahrten unter den Reichen nach wie vor sehr gefragt. Insbesondere Fahrten zu ungewöhnlichen Reisezielen waren in diesem Jahr beliebt.

Rang 9: Luxus-Jachten
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Der Luxus-Jacht-Markt stagniert. 2015 wurden – genauso wie im Vorjahr – weltweit sieben Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt. Das reicht jedoch aus, um einen Platz in der Top Ten der beliebtesten Luxusgüter zu ergattern. Eine positive Tendenz hat sich zudem abgezeichnet: Die Nachfrage nach Halbfertigerzeugnissen in der Industrie aus China und dem Vereinigten Königreich ist zuletzt gestiegen.

Rang 3: Luxuriöse Privatjets
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Privatjets waren 2015 das achtgrößte Segment auf dem Luxusgütermarkt mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 14 Prozent gewachsen, wechselkursbereinigt ist das Wachstum jedoch sogar um einen Prozent gesunken. Nordamerika ist hier der stärkste Markt.

Rang 7: Hochwertige Designerwaren
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Das zweite Jahr in Folge ist die Nachfrage auf dem Designmarkt gestiegen – wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 32 Milliarden Euro. Beliebt waren im vergangenen Jahr vor allem hochwertige Wohn- und Schlafzimmermöbel, sowie Designerlampen. Besonders der europäische Markt konnte von den positiven Wechselkursentwicklungen profitieren, insbesondere Italien und Deutschland kam dies zugute. Den größten Verkaufskanal bildet nach wie vor der Großhandel (66 Prozent), der Online-Handel macht in diesem Segment zurzeit noch einen geringen Anteil aus, wächst aber stetig.

Rang 6: Bildende Künste
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Luxusgüter aus der bildenden Kunst machen 70 Prozent des gesamten Kunstmarkts aus. Die sich schnell entwickelnden Online-Kanäle bilden eine vielversprechende Plattform für interessierte Sammler, die noch keine Marktkenner sind. Der größte Markt ist in diesem Segment die USA, der vor allem in New York floriert.

Rang 5: Delikatessengeschäft
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Ähnliches gilt für das Delikatessengeschäft. In diesem Segment wurden 2015 45 Milliarden Euro umgesetzt, der Markt ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in der Sparte mit dem Delikatessengeschäft und Luxus-Spirituosen 108 Milliarden Euro auf der ganzen Welt umgesetzt.

Rang 4: Luxusweine und Spirituosen
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Mit Luxusweinen und Spirituosen wurden 2015 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Auf der ganzen Welt konnte Luxuswein ein solides, organisches Wachstum verzeichnen. Experten rechnen zukünftig mit einer besonders starken Kaufkraft der Touristen in diesem Marktsegment, da sie den Wertverlust des Euro für Luxus-Shoppingtouren in Europa nutzen.

Dennoch wird sich wohl erst in den letzten Tagen des Jahres entscheiden, ob die Weihnachtswünsche des Handels in Erfüllung gehen. Denn immer häufiger werden die Geschenke erst unmittelbar vor Weihnachten oder sogar erst nach den Festtagen mit Gutscheinen und geschenktem Geld gekauft, wie Metro-Chef Olaf Koch, zu dessen Firmenimperium auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn gehören, erst kürzlich betonte. Obwohl das Fest zu diesem Zeitpunkt nicht viel mehr als eine Woche entfernt war, meinte der Manager: „Etwa 70 Prozent des Volumens stehen noch vor uns.“

Warmes Wetter setzt Textilhändlern zu
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