Weihnachtsbäume per Internetversand
Schöne Bescherung

Rund 28 Millionen Weihnachtsbäume werden die Deutschen in diesem Jahr kaufen. Davon geht der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie aus. Der gestiegene Preis spielt dabei keine Rolle, denn für eine schöne Tanne geben die Kunden gerne mehr Geld aus. Und mittlerweile kann man seine Traumtanne sogar im Internet bestellen.

DÜSSELDORF. Kerzengerade ragt die Spitze des 1,40 Meter hohen Baums gen Himmel. „Ich bin eine First-Class-5-Sterne-Nordmanntanne, habe ganz weiche Nadeln und bin saftig grün. Meine Nadeln halte ich mindestens sechs bis acht Wochen“, steht neben dem Hochglanzfoto des Prachtexemplars geschrieben. 24 Euro muss der Käufer dafür bezahlen, dann ziert der Weihnachtsbaum schon wenige Tage später sein Wohnzimmer. Ein paar Mausklicke genügen.

Weihnachtsbaum.de ist der größte Weihnachtsbaumversender in Europa. Einen Großteil seines Geschäfts wickelt der Händler aus dem Schwarzwald Online ab. Zehn Tage vor Weihnachten ist der Stress für die Mitarbeiter besonders groß. Angesichts der Absatzzahlen und Vorbestellungen erwarten Branchenexperten schon jetzt, dass in diesem Jahr 300 000 Bäume mehr verkauft werden als 2005.

Bei Weihnachtsbaum.de gehen zurzeit bis zu 4 000 Anrufe pro Tag ein. 200 bis 300 Mitarbeiter arbeiten beinahe rund um die Uhr, um die Bestellungen bearbeiten zu können. Nach Wunsch liefert das Unternehmen die Bäume in Natur oder allen erdenklichen Farben und Varianten geschmückt. In Samt gewickelt und in speziell angefertigten Kartons werden sie verschickt.

Während bei Kunden der Internetversand als bequeme Alternative immer beliebter wird, ist er in der Branche noch weitgehend unbekannt. Ute Seeling, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) hat von den Tannenbäumen aus dem Internet noch nichts gehört. Sie vertritt die Waldbauern und Forstwirte, die 80 Prozent der deutschen Weihnachtsbäume liefern. 70 Prozent der hierzulande verkauften Tannen kommen auch aus Deutschland; die übrigen werden hauptsächlich aus Dänemark importiert. Dort gibt es schon lange eine hoch technisierte Weihnachtsbaumindustrie mit großen Plantagen. Deutschland zieht erst langsam nach. Die Flächen kleiner Produzenten beginnen bei einem halben Hektar; große Anbauflächen haben um die 25 Hektar.

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