Weihnachtsgeschäft 2005
Einzelhandel hofft aufs Christkind

Der deutsche Einzelhandel hofft zum bevorstehenden ersten Advent auf einen guten Start in die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts. In den vergangenen Monaten war die Kauflust der Kunden eher gebremst.

HB BERLIN. Wegen der anhaltenden Konsumflaute wäre bereits ein Umsatz auf dem Niveau des Advents 2004 ein Erfolg, teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Mittwoch in Berlin mit. Im vergangenen Jahr hatten die Läden im November und Dezember insgesamt 68,1 Mrd. Euro umgesetzt - dies war der dritte Rückgang in Folge. In den letzten beiden Monaten des Jahres erwirtschaftet der Handel stets knapp ein Fünftel des Jahresumsatzes.

„Das Weihnachtsgeschäft entscheidet über das Wohl und Wehe der Branche“, sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Zum Auftakt der heißen Phase am kommenden ersten Adventswochenende sollen 125 000 Aushilfskräfte in den Läden zur Stelle sein, um den erwarteten Andrang der Kunden zu bewältigen. In etwa 200 Städten dürfen Geschäfte auch am ersten Adventssonntag die Türen öffnen.

Für das gesamte Jahr 2005 erwartet der HDE ein Umsatzminus von einem Prozent. In den ersten neun Monaten hatten die Kunden den Einzelhändlern laut Statistischem Bundesamt einen nominalen Zuwachs von lediglich 0,9 Prozent beschert und von 0,5 Prozent in konstanten Preisen.

Jeder dritte Deutsche (35 Prozent) will in diesem Jahr allerdings weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als 2004. Das ergab eine repräsentative Umfrage der TV-Zeitschrift „Bildwoche“. Befragt wurden 1003 Männer und Frauen. Zwar will danach mehr als die Hälfte der Bundesbürger (55 Prozent) wenigstens so viel ausgeben wie im vergangenen Jahr (Umsatz im Einzelhandel: 70 Mrd. Euro) - aber nur acht Prozent der Deutschen wollen für Weihnachtspräsente tiefer in die Tasche greifen.

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