Weihnachtsgeschäft
Die Kunden müssen noch mehr kaufen

In den vergangenen Wochen klang der Handel sehr optimistisch, ein gutes Weinachtsgeschäft zu machen. Doch mittlerweile hat sich die Stimmung gedreht. Besonders ehemalige Verkaufsrenner liefen schlecht.

HB BERLIN. „Es bedarf eines Kraftakts in der Woche nach den Feiertagen, um beim Umsatz das Vorjahresniveau zu erreichen“, sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Freitag. Die zu Ende gehende Woche habe die Erwartungen nicht erfüllt. Es sei aber noch erreichbar, im November und Dezember mit 68 Mrd. Euro erneut die Erlöse des vergangenen Adventsgeschäfts zu erzielen.

Gefragt waren bisher vor allem Elektrogeräte wie Flachbildfernseher und MP3-Spieler. Bei Spielwaren kauften viele schon Lizenzprodukte für die Fußball-WM 2006 in Deutschland. Nach klassischem Spielzeug, aber auch Bücher sei dagegen teils nicht wie erhofft gefragt worden.

In den letzten beiden Monaten macht der Handel traditionell knapp ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes. Im Weihnachtsgeschäft 2004 waren dabei zum dritten Mal in Folge Einbußen verzeichnet worden.

An Heiligabend seien viele Einkaufsmeilen nicht mehr so voll wie an den Adventssamstagen. „Aber die Kunden, die kommen, kaufen auch“, sagt Pellengahr. Als Last-Minute-Geschenke seien vor allem Kosmetik oder Schmuck beliebt. Die Läden setzten zudem darauf, dass noch bis Silvester Gutscheine und Geldgeschenke eingelöst werden. Der Dienstag nach Weihnachten könne zum entscheidenden Tag für die Bilanz werden.

Auch wenn das Weihnachtsgeschäft das erhoffte stabile Ergebnis bringe, bestehe kein Anlass für Euphorie, sagte der HDE-Sprecher. In wenigen Wochen lasse sich nicht ausgleichen was in den vergangenen Monaten an Umsätzen verloren wurde. Für 2005 rechnet der Verband mit einem Minus von nochmals 1 Prozent.

Das neue Jahr verspreche mit der Fußball-WM und Vorzieheffekten wegen der angekündigten Erhöhung der Mehrwertsteuer 2007 aber positive Effekte zu bringen. „Wir haben 2006 die Chance, nach vierjähriger Durststrecke ein bescheidenes Umsatzplus zu erzielen", sagte Pellengahr.

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