Weihnachtsgeschäft
Handel hofft auf Ende der Umsatzflaute

Drei Wochen vor Weihnachten wachsen im deutschen Einzelhandel die Hoffnungen, dass der jahrelange Umsatzrückgang im Weihnachtsgeschäft gestoppt werden kann. Die Kauflust deutscher Verbraucher steige wieder an, berichteten die beiden führenden Einzelhandelsverbände HDE und BAG am Montag.

HB BERLIN. Die Umsätze am dritten Adventswochenende und in der zurückliegenden Woche seien dabei gestiegen. Es werde damit wahrscheinlicher, dass zumindest der Umsatz des schwachen Weihnachtsgeschäftes vor einem Jahr wieder erreicht wird.

„Nach dem schwachen Start am ersten Adventswochenende und dem besseren Verlauf am zweiten Adventswochenende kommen die Verbraucher und der Einzelhandel am dritten Adventswochenende jetzt richtig in Schwung“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (BAG), Rolf Pangels. Innenstädte und Geschäfte seien sehr gut besucht gewesen. Händler hätten von zunehmender Kauffreude berichtet. Der Handel könne diese steigende Kauflust der Verbraucher als „Silberstreifen am Horizont“ für das kommende Geschäftsjahr 2006 betrachten.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sprach nach einer repräsentativen Umfrage unter seinen Mitgliedern ebenfalls von einer Aufwärtsentwicklung, äußerte sich aber zurückhaltender: „Auch die vergangene Woche insgesamt konnte immerhin mit einem kleinen Umsatzplus zur schlechten Vorjahreswoche abschließen“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel. „Noch ist das Weihnachtsgeschäft nicht über den Berg, aber der Einzelhandel wird zuversichtlicher, dass er das Vorjahres-Weihnachtsgeschäft tatsächlich erreichen kann.“

Die Weihnachtszeit - zu dem der Handel die Monate November und Dezember zählt - ist traditionell die umsatzstärkste für die Branche. Bereits am Samstag hatten Warenhaus-Chefs im Gespräch mit Reuters über den bislang umsatzstärksten Samstag des Jahres berichtet. Einer am Montag vom „Handelsblatt“ veröffentlichten Umfrage der Marktforschungsfirma Dialego zufolge will allerdings jeder Dritte in diesem Jahr die Ausgaben für Geschenke kürzen. 47 Prozent der Befragten gaben an, gleich viel ausgeben zu wollen, knapp acht Prozent wollen gar keine Geschenke kaufen. Für das Gesamtjahr erwartet der HDE bislang ein nominales Umsatzminus von einem Prozent.

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