Weihnachtsgeschäft
Handel jammert auf hohem Niveau

Vier Wochen vor Heiligabend glauben im Einzelhandel nur noch wenige daran, an das erfolgreiche Weihnachtsgeschäft im Vorjahr anknüpfen zu können. "Ich bin skeptisch, ob wir das schaffen“, sagt Rolf Pangels, Geschäftsführer des deutschen Kaufhausverbands BAG. Die Branche sei zwar verhalten optimistisch, "von Euphorie ist aber nichts zu spüren“.

DÜSSELDORF. Stimmen aus den Handelsunternehmen belegen diese Einschätzung. "Mit Blick auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer haben im vergangenen Jahr viele Verbraucher Käufe vorgezogen – das fehlt diesmal“, sagte Metro -Finanzvorstand Thomas Unger vor wenigen Tagen. Auch Petra Hesser, Geschäftsführerin von Ikea Deutschland, glaubt kaum, dass sich die Rekordumsätze vom November und Dezember 2006 wiederholen lassen. Bei der Karstadt-Mutter Arcandor hält man sich mit Prognosen zurück, wie ein Konzernsprecher erklärt. Immerhin: Man sei optimistisch.

Tatsächlich ist die Stimmung – trotz des kaum noch zu erreichenden Vorjahresergebnisses – derzeit im Einzelhandel mancherorts sogar besser als in den meisten Jahren zuvor. Grund sind die steigenden Beschäftigungszahlen in Deutschland und die durchschnittlich um zwei bis drei Prozent gestiegenen Löhne und Gehälter. Dadurch, so jedenfalls hoffen viele Händler, könnten die Verbraucher in diesem Jahr vor Weihnachten deutlich tiefer in die Taschen greifen.

"Wir stehen unter dem Eindruck, dass die Konsumfreude bei den Kunden da ist“, bestätigt Douglas -Vorstandschef Henning Kreke. Allein der Vergleich zum Vorjahr treibt ihm und vielen anderen Shopbetreibern Sorgenfalten auf die Stirn. "Wir sind für’s diesjährige Weihnachtsgeschäft vorsichtig optimistisch, erwarten aber keine übermäßig großen Sprünge, da das Weihnachtsquartal 2006 schon sehr gut war durch die Vorzieheffekte im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung.“

Vor allem umfangreiche Großanschaffungen wie Möbel und Elektrogeräte hatten viele Kunden wegen der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung Ende 2006 vorgezogen – Umsätze, die in den darauf folgenden Monaten in der Kasse fehlten. Bis einschließlich September lagen die Erlöse der deutschen Händler um 0,9 Prozent unter dem Vorjahr. "Das Weihnachtsgeschäft muss diesen Einbruch nun wieder ausgleichen“, hofft Pangels.

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