Weihnachtsgeschäft: Metro beendet Media-Markt-Ausflug nach China

Weihnachtsgeschäft
Metro beendet Media-Markt-Ausflug nach China

Für Media Markt erweist sich der Traum vom großen Glück in China als Illusion. Haupteigner Metro bläst zum Rückzug. Der Handelsriese hat schon genügend Baustellen und scheut ein kostspieliges Abenteuer.
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DüsseldorfAußer Spesen nichts gewesen: Der Handelsriese Metro zieht bei der verlustreichen Expansion seiner Elektroniktochter Media-Saturn in China den Stecker. Zwei Jahre erlebte Media Markt eine schneller wachsende Konkurrenz. Metro-Chef Olaf Koch leitet nun den bitteren Rückzug von Europas führendem Elektronikhändler ein. Deutschlands größter Handelskonzern ist nicht in der Verfassung, gewaltige Sprünge zu machen und hohe Anlaufverluste über viele Jahre hinweg einfach wegzustecken. Der Düsseldorfer Konzern ist seit Jahren eine Baustelle. Die Schuldenkrise bekam Metro in Südeuropa auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft zu spüren. Mit dem Rückzug von Media-Saturn müssen große Hoffnungen begraben werden.

Bei der Eröffnung des ersten chinesischen Ladens von Media Markt im Herbst 2010 war von einer rasant steigenden Kaufkraft die Rede. Mittelfristig wurde Potenzial für mehr als 100 Läden gesehen. Mittlerweile scheut Metro aber das Risiko - zur Freude der Börse. „Im Geschäft mit Unterhaltungselektronik werden die Langsamen nicht nur von den Schnellen überholt, sondern gefressen“, stellte Koch bereits im November in einem Interview fest. Media Markt treffe in China auf die schnell expandieren Ketten Suning und Gome. Beim Ausloten von Übernahmemöglichkeiten wurde die Metro nicht fündig. Jetzt geht es darum, mit möglichst geringem Verlust das Abenteuer von Media-Saturn zu beenden.

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