Weihnachtsgeschäft
Trend 2: Spielwaren-Verkauf startet mit Verspätung

Gute Nachrichten für alle Kinder in Deutschland: Unterm Weihnachtsbaum werden sich dieses Jahr die Geschenke genauso türmen wie immer zu Heiligabend. Das ist nicht ganz selbstverständlich, denn zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts hielten sich die Käufer zurück.

MÜNCHEN. „Im November verlief das Geschäft schleppend“, sagt eine Sprecherin von Vedes, dem größten Verbund von Spielwarenhändlern in Europa. Doch jetzt stürmen die Menschen die Läden: „Seit anderthalb Wochen brummt es.“

Damit wiederholt sich, was die Branche schon vergangenes Jahr festgestellt hat: Die Leute kaufen erst kurz vor Heiligabend ein. Das ist für Handel und Produzenten problematisch, weil sie Artikel kaum nachlegen können, wenn sie in den Läden ausverkauft sind. „Manche Produkte sind knapp geworden“, sagt eine Sprecherin von Playmobil. Die Franken sind der größte deutsche Spielwarenhersteller und mit bunten Plastikwelten seit Jahren erfolgreich.

„Wir liefern bis zum letzten Tag“, betont ein Sprecher des Spieleverlags Ravensburger. Der Vorteil des Unternehmens: Viele Spiele werden in Ravensburg hergestellt, sind also schnell zu beschaffen. Dabei endet die Saison nicht mit Heiligabend. In der Woche bis Silvester wird das Geld ausgegeben, das die Kinder zu Weihnachten bekommen haben. Doch selbst wenn sich an den Kassen Schlangen bilden: Insgesamt wäre die Branche schon zufrieden, wenn sie den Umsatz mit traditionellem Spielzeug von 2,3 Mrd. Euro halten kann. An Zuwachs glaubt niemand, denn die Zahl der Kinder nimmt ab.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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