Weihnachtsgeschäft
Trend 3: Wintermode hütet die Läden

Mützen, Schals und Handschuhe gehören dieses Jahr zu den Ladenhütern im Weihnachtsgeschäft – und nicht nur sie. Das warme Wetter hat der Modebranche einen Strich durch die Rechnung gemacht.

DÜSSELDORF. „Die Umsätze in den ersten zwei Dezemberwochen waren mau", sagt Jürgen Dax. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels ist froh, „wenn die Umsätze des Vorjahres bis Heiligabend wieder erreicht werden". Im vergangenen Jahr waren es 8,2 Mrd. Euro, und damit 15 Prozent des Jahresumsatzes.

Besonders wenig nachgefragt wurde Herrenbekleidung. „Männer kaufen noch stärker bedarfsorientiert als Frauen. Ist es nicht kalt, kaufen sie keine neue Winterjacke", erklärt Dax. Der schlechte Abverkauf in den ersten beiden Dezemberwochen hat Preisreduzierungen zur Folge. Peek & Cloppenburg etwa lockt mit „Designer Sale“ und gibt 40 Prozent Rabatt auf Pelze. Das Dilemma vieler Händler: Die Läden und Läger sind noch voll, und die erste Frühjahrsware steht schon ins Haus.

Doch es ist nicht alles grau. Die Düsseldorfer Modekette C&A meldet ein Umsatzplus von vier bis fünf Prozent. „Wir sind zufrieden", sagte ein Sprecher. Das Minus bei warmer Winterkleidung werde durch ein Plus bei den klassischen Geschenkartikeln Wäsche und Kinderkleidung wettgemacht. Zudem habe man sehr gute Erfahrungen mit den verlängerten Öffnungszeiten gemacht. Winterware ist aber auch bei C&A schon reduziert.

Tanja Kewes
Tanja Kewes
Handelsblatt / Chefreporterin
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%