Weihnachtsgeschäft
"Vollgepackte Tüten fehlen noch"

Mit verhaltenem Optimismus ist der Handel in die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts gestartet. Trotz meist ungemütlichen Wetters lief das Geschäft am Samstag vor dem ersten Advent vor allem in den großen Städten recht gut an. Viele Menschen schauten sich allerdings zunächst erst einmal um.

HB HAMBURG. „Die Innenstädte in Schleswig-Holstein sind voll. Seit dem Morgen strömen die Kunden in die Läden“, hieß es im Norden. Am Sonntag sind die Geschäfte in Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen geöffnet.

Die meisten Händler rechneten mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wollte am Sonntag eine erste Bilanz ziehen. In Hessen hatte die Gewerkschaft ver.di wie schon am Freitag mehrere hundert Beschäftigte zum Streiks aufgerufen.

„Die Frequenz in den Städten ist bereits gut, aber die vollgepackten Tüten fehlen noch“, sagte die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann. Es werde noch viel geguckt und geprüft. In Berlin verzeichnete das Edelkaufhaus KaDeWe ein Umsatzplus von fünf Prozent zum Vorjahr, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte.

Gefragt waren unter anderem Schmuck, Elektronik wie MP3-Player, Kaffeeautomaten, Spielwaren, Lederwaren und Kosmetik. Bei den Kaufhäusern des Arcandor-Konzerns (Karstadt) wurde ein Trend weg von dem durch mehrere Rückrufe belasteten China-Spielzeug hin zum klassischen Holzspielzeug beobachtet.

Nicht alle Händler zeigten sich mit den ersten Ergebnissen zufrieden. „Das Weihnachtsgeschäft ist noch nicht überall aus den Startblöcken gekommen“, hieß es in Stuttgart. „Wir gehen davon aus und hoffen, dass wir bei den Umsätzen des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes das Niveau des Vorjahres erreichen werden.“

Von den Streiks in Hessen waren Supermärkte und Kaufhäuser betroffen. Es gab aber keine Häuser, in denen die Kunden überhaupt nicht bedient wurden. Man wolle „Druck machen“, es sei nicht das Streikziel, dass Betrieb geschlossen werden, sagte ein ver.di- Sprecher. In den Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 2,6 Mill. Beschäftigten gibt es bisher keine Einigung. Verdi fordert zwischen 4,5 und 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber wollen Kürzungen der Spätzuschläge durchsetzen, die sie bei Ladenöffnungen nach 20.00 Uhr zahlen müssen.

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