Weihnachtsgeschenk für Anleger

Dividende für Metro-Aktionäre

Der Handelsriese Metro schreibt trotz Umsatzrückgängen wieder schwarze Zahlen. Olaf Koch verspricht daher seinen Aktionären wieder eine Dividende – der Metro-Chef hat aber noch viel Arbeit vor der Brust.
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Metro-Konzernchef Olaf Koch. Quelle: dpa

Metro-Konzernchef Olaf Koch.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Handelsriese Metro rechnet nach verhaltenem Start doch noch mit einem soliden Weihnachtsgeschäft. Vor allem seine Großmärkte und das langjährige Sorgenkind Media-Saturn sollen für Schwung sorgen. Im Gesamtjahr soll dies zu einem leichten Plus beim Umsatz und beim operativen Gewinn führen - auch wenn dem stark in Russland engagierten Konzern der Kursverfall des Rubels und der Ukraine-Konflikt Sorgen bereiten.

Seinen Aktionären um die Duisburger Familienholding Haniel macht Chef Olaf Koch ein frühes Weihnachtgeschenk: Der Konzern zahlt wieder eine Dividende. Metro will für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,90 Euro pro Stammaktie ausschütten, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Im Rumpfgeschäftsjahr zuvor waren die Anteilseigner leer ausgegangen.

„Ich bin mit dem aktuellen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden“, sagte Koch. Die laue Witterung hatte dem Konzern, zu dem auch die Warenhauskette Kaufhof und die Real-Supermärkte gehören, im deutschen Heimatmarkt zunächst nur schleppende Geschäfte beschert – vor allem bei Textilien. In den ersten beiden Dezemberwochen kam das Weihnachtsgeschäft dann aber in Fahrt, in erster Linie die Großmärkte und Media-Saturn legten zu.

„Die entscheidenden Tage kommen aber noch“, betonte Koch mit Blick auf den Endspurt zu den Feiertagen. Das Geschäft zum Jahresende ist für Händler von zentraler Bedeutung, fahren sie in dieser Zeit doch den Löwenanteil ihrer Gewinne ein. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft rechnet der Branchenverband HDE nach früheren Angaben mit einem Umsatz von 85,5 Milliarden Euro. Das entspräche einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) hatte Metro nach einem Verlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben, nach Minderheiten kamen 127 Millionen Euro zusammen. Der operative Gewinn vor Sondereffekten lag bei 1,727 Milliarden Euro und damit über den Markterwartungen, der Umsatz bei 63 Milliarden Euro. Barclays-Analysten sprachen von „ermutigenden“ Zahlen.

Trotzdem ging die Metro-Aktie auf Talfahrt und notierte vorübergehend auf einem Jahrestief von 22,37 Euro. Denn der schwache Rubel könnte weiter an den Metro-Gewinnen nagen. Dem Konzern drohe eine Belastung von rund 200 Millionen Euro auf den operativen Gewinn im Gesamtjahr, wenn die schwächelnde russische Währung dauerhaft bei rund 80 Rubel zum Euro steht, rechnete Konzernchef Koch vor.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Umsatz durch Währungsturbulenzen bereits um rund 1,5 Milliarden Euro belastet, beim operativen Ertrag waren es etwa 82 Millionen Euro.

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