Weihnachtsgeschenke kaufen am Black Friday
Weniger Käufe in Geschäften, mehr online

Die Schnäppchenjäger in den USA lassen sich in diesem Jahr weniger von den Angeboten am traditionellen Black Friday locken. Stattdessen weichen sie auf den Thanksgiving-Donnerstag aus - und ins Internet.
  • 0

New YorkZu Beginn der vorweihnachtlichen Einkaufszeit haben die Verbraucher in den Einkaufszentren der USA weniger Geld als im Vorjahr ausgegeben - online dafür aber umso stärker zugelangt. Während ihrer ersten Einkaufsbummel des Jahres am sogenannten Black Friday - dem mit Sonderangeboten gespickten Freitag nach Thanksgiving - gaben die US-Bürger in Geschäften rund 9,1 Milliarden Dollar (knapp 7,3 Milliarden Euro) aus, berichtete das Konsumforschungsinstitut ShopperTrak am Samstag. Das war ein Rückgang um sieben Prozent im Vergleich zum Black Friday 2013.

Laut den Marktforschern ist dies jedoch kein Grund, den Verbrauchern fehlende Einkaufslust am langen Thanksgiving-Wochenende zu unterstellen. Am Donnerstag, dem eigentlichen Feiertag, stieg der Umsatz auf rund 3,2 Milliarden Dollar (knapp 2,4 Milliarden Euro) und damit satte 24 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Mitgründer von ShopperTrak, Bill Martin, berichtete. Damit sei der Gesamterlös der beiden Tage in Höhe von 12,29 Milliarden Dollar (rund 9,87 Milliarden Euro) lediglich um ein halbes Prozent geringer als 2013. Die Zahlen beinhalten keine Online-Käufe.

ShopperTrak ging davon aus, dass in diesem Jahr mehr Menschen lange Warteschlangen und volle Einkaufszentren am Black Friday meiden wollten und so auf den Donnerstag auswichen. Bereits im Vorjahr sei dieser Trend in den USA zu beobachten gewesen. „Die Leute ändern ihr Verhalten“, sagte Martin. „Das sehen wir jetzt zwei Jahre in Folge. Geschäfte, die an Thanksgiving geöffnet haben, fressen einfach Verkäufe vom Black Friday weg.“

Eine Zunahme verzeichnet dagegen der Internethandel, wie ein separater Bericht des amerikanischen IT-Konzerns IBM zeigt. Aus am Samstag veröffentlichten Zahlen ging hervor, dass der Online-Umsatz am Black Friday im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent stieg. Mehr als jede vierte Kauftransaktion sei mit einem Smartphone oder Tabletcomputer getätigt worden, hieß es vonseiten von IBM.

Der US-Einzelhandel hofft auf ein neues Umsatzhoch während der letzten beiden Monate des Jahres. Der nationale Einzelhandelsverband NRF sagt voraus, dass die Erträge im November und Dzember rund 616,9 Milliarden Dollar erreichen werden. Das wäre ein Anstieg von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und die größte Zunahme in dieser Periode seit 2011. Dennoch wäre der Anstieg immer noch schwächer als vor dem Beginn der weltweiten Finanzkrise.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weihnachtsgeschenke kaufen am Black Friday: Weniger Käufe in Geschäften, mehr online "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%