Weinhändler
Hawesko hofft auf das Weihnachtsgeschäft

Die Weinhandelsgruppe Hawesko, bekannt durch Jacques' Wein-Depot, hofft auf einen guten Jahresausklang. Das Weihnachtsgeschäft soll den Gewinn noch einmal steigern.
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FrankfurtDie ungebrochen kräftige Nachfrage nach edlen Tropfen stimmt die Weinhandelsgruppe Hawesko zuversichtlich. Hawesko-Chef Alexander Margaritoff bestätigte am Freitag in Hamburg zwar lediglich das Gewinnziel für das laufende Jahr - wobei das Glas aber mehr als halb voll sein könnte. „Die von manchen Analysten erwarteten etwas höheren Ergebnisse wollen wir nicht ausschließen“, sagte Margaritoff. Bislang rechnet der durch die Ladenkette Jacques' Wein-Depot bekannte Weinhändler für 2011 mit einem Betriebsgewinn (Ebit) auf Vorjahresniveau von 24 bis 26 Millionen Euro und einem Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

„Es wird aber - wie jedes Jahr - auf die Weihnachtsstimmung der Konsumenten und ihre Bereitschaft ankommen, mit einer Flasche guten Weines Freude zu schenken“, sagte der Manager. Den Weinmarkt sieht das Hamburger Unternehmen trotz der flauen Konjunktur weiter in einer guten Verfassung. Von Juli bis September steigerte Hawesko seinen Umsatz um sechs Prozent auf 88,1 Millionen Euro. Mit 9,1 Prozent fiel das Umsatzwachstum von Jacques' Wein-Depot dabei etwas kräftiger aus.

Ende September betrieb Hawesko 282 Jacques Wein-Depot-Läden. Das Plus im Großhandel mit Restaurants, Hotels und dem Facheinzelhandel fiel mit 5,9 Prozent etwas geringer aus. Im Versandhandel betrug es sogar nur 2,5 Prozent. Wegen des eher des schlechten Sommerwetters hatte Hawesko mit seinen Werbeaktionen für Sommerweine bei den Kunden nicht gepunktet. Beim Ergebnis verzeichnete Hawesko im dritten Quartal unter anderem wegen Kosten für den Marktauftritt in Schweden einen deutlichen Rückgang.

Der Betriebsgewinn schrumpfte um 19,4 Prozent auf 3,6 Millionen Euro, der Konzernüberschuss um 25,7 Prozent auf 2,3 Millionen Euro. Für das nächste Jahr stellte Hawesko Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis in Aussicht - eine konkrete Prognose wagte das Unternehmen jedoch nicht. Auf Zehnjahressicht hatte der Vorstand einen Umsatz von einer Milliarde prognostiziert, wobei Inlands- und Auslandsanteile sich die Waage halten sollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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