Weiße Ware
Starker Euro schmälert Umsatzplus bei Miele

Währungseffekte mit großen Auswirkungen: Der deutsche Hausgerätekonzern kann seinen Umsatz nur moderat steigern. Doch das Familienunternehmen zeigt sich angriffslustig: „Miele ist gerade jetzt richtig aufgestellt.“
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MünchenDer Hausgerätekonzern Miele hat wegen starker Währungseffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz nur moderat gesteigert. Die Einnahmen seien binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro geklettert, teilte das Familienunternehmen aus Gütersloh am Donnerstag mit. Ohne Währungseinflüsse hätte der Zuwachs mehr als fünf Prozent betragen, erklärten die Westfalen. Besonders in den USA, China und Russland habe die Traditionsmarke viele Käufer gefunden, hieß es. Der Anteil des Heimatmarkts sei allerdings auf über 30 Prozent gestiegen.

Wie der Münchner Rivale Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) zeigte sich auch Miele angriffslustig. „Miele ist gerade jetzt richtig aufgestellt, um auch unter weniger günstigen Marktbedingungen bei Umsatz, Stückzahlen und Marktanteilen weiteres Wachstum zu erreichen“, erklärte der Gesellschafter und Co-Chef Markus Miele. Die Unabhängigkeit des Unternehmens von fremden Kapitalgebern stärke dessen Position. Zahlen zum Gewinn veröffentlich Miele traditionell nicht.

Das Geschäft mit der sogenannten weißen Ware wie Wäschetrocknern, Geschirrspülern oder Backöfen wird weltweit mit immer härteren Bandagen geführt. Asiatische Anbieter wie Samsung aus Korea oder Haier aus China drängen verstärkt in das Geschäft und in den Westen. In Deutschland legte im ersten Halbjahr das Geschäft mit großen Hausgeräten um rund vier Prozent auf gut vier Milliarden Euro zu. Miele und BSH wollen den Angreifern aus dem Fernen Osten die Stirn bieten.

BSH-Chef Karsten Ottenberg hatte im Frühjahr angekündigt, den Umsatz in zehn Jahren auf 20 Milliarden Euro zu verdoppeln und weltweit mindestens zur Nummer zwei, wenn nicht zur Nummer eins aufzusteigen und den bisherigen Branchenführern Whirlpool und Electrolux zuzusetzen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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