Weitere Übernahmen in Europa auf dem Prüfstand
Deutsche Post zeigt kein Interesse an Einstieg in Belgien

Die Deutsche Post ist offenbar doch nicht an einem Einstieg bei der belgischen Post interessiert. Aus Unternehmenskreisen wurde verlautbart, die Deutsche Post habe kein Angebot für einen Einstieg bei "La Post/De Post" abgegeben.

HB BRÜSSEL/DÜSSELDORF. Ein Sprecher der belgischen Post in Brüssel wollte die Angaben nicht kommentieren. Er verwies nur darauf, dass die Frist für die Abgabe nicht-verbindlicher Angebote für einen Einstieg Ende Februar abgelaufen sei. Ein Sprecher der Deutschen Post sagte: „Dazu können wir uns nicht äußern.“ Ein Sprecher der Post hatte Mitte Februar gesagt, der Bonner Konzern prüfe die Abgabe eines Angebots für die Post des in dem Nachbarland. Entscheidend sei aber, ob ein Einstieg in die Strategie der Deutschen Post passe. Eine Rolle spielten auch Regulierungsfragen und letztlich der Preis. Offenbar konnte die belgische Post diese Kriterien nun nicht erfüllen.

„La Poste/De Post“ sucht einen Partner, um ihre Modernisierung voranzutreiben. Mehrere Konzerne haben bereits Interesse signalisiert. Medienberichten zufolge haben das niederländische Post-Unternehmen TPG und die staatliche französische La Poste ihre Kräfte in einem Konsortium gebündelt. Auch die Schweizer und die dänische Post sollen Interesse an einem Einstieg in Belgien haben.

Post-Chef Klaus Zumwinkel hat der ehemals Behörde Post einen Kurs der Internationalisierung verordnet, um sie zum Weltkonzern zu formen. Übernahmen in Europa prüft die Post auch in Dänemark und Österreich, wenn die Postgesellschaften dort privatisiert werden sollten. Zukäufe hatte die Post aber auch in Asien und den USA getätigt. Mit ihrem Auslandsengagement will die Post, die vor zehn Jahren in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden war, die Abhängigkeit vom deutschen Briefmonopol beenden.

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