Weiteres Rekordjahr erwartet
Sixt bleibt auf der Überholspur

Deutschlands größter Autovermieter hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnsprung hingelegt. Nach dem unerwartet starken Start steuert Sixt auch im Gesamtjahr ein kräftiges Wachstum an.

HB MÜNCHEN. „2007 wird ein weiteres Rekordjahr“, sagte Vorstandschef Erich Sixt am Mittwoch in Pullach bei München. Er konkretisierte die Prognose: Der Umsatz aus Vermietung und Leasing - also ohne den Verkauf der gebrauchten Leasingwagen - von zuletzt 1,21 Mrd. Euro werde um fünf bis zehn Prozent zulegen, das operative Ergebnis noch stärker. Für Schub sorge vor allem die Autovermietung. Die Preise sollen um zwei bis drei Prozent steigen.

Von den Spitzenwerten im ersten Quartals zeigte sich der Konzernchef selbst überrascht: Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 36,5 Mill. Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 13 Prozent auf 22,7 Mill. Euro. Der operative Umsatz wuchs um neun Prozent auf 309,4 Mill. Euro. Weil die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge einbrachen, ging der Gesamtumsatz aber um fünf Prozent zurück.

Die Konjunktur und der milde Winter beflügelten das Geschäft mit Leasing und Autovermietung. Besonders schnell wuchs Sixt im Ausland. „Wegen der guten Konjunktur nimmt die Reisefreudigkeit in den Unternehmen zu“, erläuterte Sixt.

In der Autovermietung kletterte der Umsatz um elf Prozent, vor allem dank starker Nachfrage nach Ferienmietwagen. Das operative Ergebnis legte auf 31,2 Mill. Euro zu. Auch die Leasingsparte fuhr mit 3,1 Mill. Euro mehr Gewinn ein, ihr Umsatz mit Geschäfts- und Firmenkunden stieg.

Sixt hat dem Vorstandschef zufolge seinen Marktanteil in Deutschland auf mehr als 27 Prozent ausgebaut und im wichtigen europäischen Markt Fortschritte gemacht. Konkurrenten wie der weltgrößte Autovermieter Hertz und Avis hinkten hinterher. „Aber auch Europcar sieht nur noch unsere Rücklichter aus weiter Ferne.“ In den nächsten Jahren will Sixt die 30-Prozent-Marke im Inland knacken und in Europa Europcar überholen.

In Spanien, Großbritannien oder Frankreich, wo Sixt mit eigenen Filialen vertreten ist, gebe es noch Wachstumspotenzial. Daneben soll das Geschäft mit Franchisenehmern und Partnern wie Fluglinien oder Hotelketten ausgebaut werden. Sixt schloss auch Zukäufe nicht aus. „Wenn sich die Chance ergibt, schlagen wir zu.“ Konkret stehe aber nichts an.

Die geplanten Preiserhöhungen habe Sixt in den ersten drei Monaten noch nicht durchsetzen können. Für das zweite Quartal und das Gesamtjahr ist Erich Sixt aber zuversichtlich. Der Vorstandschef erwartet auch bei der Konkurrenz höhere Preise.

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