Weltgrößte Container-Reederei

Maersk-Gewinn halbiert sich

Maersk bekommt die Schwäche in der Containerschifffahrt zu spüren und hat mit dem niedrigen Ölpreis zu kämpfen. Der Gewinn bricht fast um die Hälfte ein. Das wirft einen Schatten auf den Hapag-Lloyd-Börsengang.

Warum Hapag Lloyd jetzt an die Börse geht

Warum Hapag Lloyd jetzt an die Börse geht

KopenhagenAm ersten Börsen-Handelstag der Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd kommen neue Hiobsbotschaften vom dänischen Weltmarktführer Maersk. Der Mutterkonzern A.P. Moeller-Maersk musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang um fast die Hälfte auf 778 Millionen Dollar hinnehmen, wie das Kopenhagener Unternehmen am Freitag mitteilte.

Es bekommt die Schwäche in der Containerschifffahrt zu spüren und hat in seiner Energiesparte mit den Folgen niedriger Ölpreise zu kämpfen. Unlängst hatte Moeller-Maersk die Prognose für das Gesamtjahr gekappt und damit vor dem Hapag-Lloyd-Börsengang für Verunsicherung gesorgt.

Erst am Mittwoch kündigte der Branchenriese zudem den Abbau von rund 4000 Arbeitsplätzen und damit fast einem Fünftel aller Stellen an. Für die weltweite Nachfrage in der Containerschifffahrt zeigten sich die Dänen am Freitag pessimistischer als bisher: Sie erwarten ein Wachstum von ein bis drei Prozent in diesem Jahr, nachdem sie zuvor noch mit einem Plus von zwei bis vier Prozent kalkuliert hatten. Vorstandschef Nils Smedegaard Andersen rechnet in der Flaute mit einer Konsolidierung der Branche. „Dies wäre eine natürliche Entwicklung, weil viele Unternehmen Verluste einfahren.“

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Die Moll-Töne von Maersk lasteten auch auf dem Börsendebüt von Hapag-Lloyd. Die Aktien hielten sich im frühen Handel nur knapp über dem Ausgabekurs.

  • rtr
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