Weltgrößte Kaffeehauskette expandiert
Starbucks brüht seinen Kaffee bald auch bei Rewe

Starbucks spannt sein Filialnetz immer weiter aus. Nun will die Kaffeehauskette mit Rewe zusammenarbeiten – und eigene Shops in den Supermärkten eröffnen. Die Zielgruppe: der Kaffeeliebhaber der Großstadt.

DüsseldorfStarbucks-Chef Howard Schultz zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Schließlich sitzt der gebürtige New Yorker bei der weltgrößten Kaffeehaus-Kette an der Quelle. Schon von Berufs wegen schmeckt ihm der Kult-Kaffee aus Seattle. Mit seiner Koffeinvorliebe steht Schultz nicht allein dar. Kaffeeliebhaber in der ganzen Welt sind auf den Geschmack gekommen.

Weltweit betreibt Starbucks inzwischen 22.519 Geschäfte, im letzten Quartal kamen unterm Strich 431 hinzu. Vor allem in Asien expandiert der Konzern kräftig, dort entstanden zuletzt fast die Hälfte der neuen Filialen. In Lateinamerika hat die Kette eine Partnerschaft mit dem Softdrink-Riesen PepsiCo geschlossen. Nun macht Starbucks mit dem deutschen Handelskonzern Rewe gemeinsame Sache.

Der Grund: Starbucks eröffnet hierzulande in dessen Supermärkten-Filialen eigene Läden. Im Laufe des kommenden Jahres werde die Kaffeehauskette „in Großstadtlagen“ auch in Rewe-Märkten vertreten sein, wie beide Unternehmen mitteilten. Die Kunden erhielten dort das „gewohnte Starbucks-Angebot“ mit Kaffee, weiteren Getränken und Speisen – „für den direkten Verzehr vor Ort oder für unterwegs“.

Die Kaffeehauskette baut nach eigenen Angaben derzeit in ganz Europa ihre Präsenz in Supermärkten aus. In Deutschland betreibt Starbucks derzeit 159 Filialen. Es gibt hierzulande 3000 Rewe-Märkte. Während sich Starbucks durch den Deal weitere Neukunden verspricht, möchte Rewe das Einkaufserlebnis der Kunden „noch attraktiver“ gestalten. Dabei kann sich die Supermarktkette von dem Kult-Kaffeebrüher viel abschauen.

Starbucks setzt sein rasantes Wachstum fort. Eine starke Nachfrage im Amerika-Geschäft hat der weltgrößten Kaffeehauskette kräftig die Kassen gefüllt. Der Umsatz stieg im vergangenen Quartal um 18 Prozent. Der Aktie verlieh das sofort Antrieb.

Im Geschäftsquartal bis Ende Juni stieg der Umsatz um 18 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 4,9 Milliarden Dollar (4,5 Mrd Euro), wie Starbucks. Der Gewinn nahm von 513 auf 627 Millionen Dollar zu. Damit übertraf Starbucks die Markterwartungen: Die Aktie kletterte nachbörslich zunächst um etwa vier Prozent. Starbucks hob das Gewinnziel für das Geschäftsjahr auf 1,57 bis 1,58 von 1,55 bis 1,57 Dollar pro Aktie an.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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