Weltgrößte Modemesse CPD eröffnet
Jogginghose jetzt salonfähig

Optimismus und Lebensfreude signalisiert die neue Mode für Frühjahr und Sommer 2004. Helle, fröhliche Farben, opulente Drucke, sportliche Themen und leichte Stoffe dominieren auf der am Sonntag eröffneten weltgrößten Modemesse Collections Premieren Düsseldorf (CPD). Das gilt sowohl für die Damen-, als auch die Herrenmode, die bis Dienstag dem Fachpublikum in Düsseldorf vorgeführt wird. Mehr als 60 000 Besucher werden zu der wichtigsten Ordermesse der Branche erwartet, auf der 1900 Modemacher ihre Ideen präsentieren.

HB/dpa DÜSSELDORF. Entscheidende Impulse für die Kreationen der nächsten Saison kommen direkt von den Sportstätten dieser Welt: Tennisrock und Turnhemd, Judojacke und Jogginghose, Segelshirts und Surfbekleidung werden gesellschaftsfähig. Ob Neoprenjacke, Sweatshirt, Kapuzenpulli oder die berühmten drei Streifen - alles, was für fit, aktiv und jugendlich steht, sammelt modisch Punkte. Weit vorn im Rennen liegen dabei gekonnte Stilbrüche, ein Mix aus edlen Materialien, lässigen Formen und ausgefeilten Details.

Die CPD trägt diesem Trend Rechnung, indem sie dem Bereich Sport erstmals ein eigenes Segment widmet. Dort zeigen Anbieter wie Lacoste, Camel Active, Timberland, Fire & Ice/Bogner, Chiemsee und Regatta alles von modischer Sportswear bis hin zu sportlicher Mode. „Die Grenzen zwischen Sportswear und Bekleidung verschwimmen“, sagte CPD-Sprecherin Margit Jandali. „Die beiden Bereiche befruchten sich gegenseitig.“

Die sportive Lässigkeit ist jedoch nicht der einzige Trend für die neue Sommermode. Eine wichtige Rolle spielt auch die Nostalgie in Form von Caprihosen, wippenden, flatternden Röcken mit dem Charme der 50er Jahre sowie schmalen Einteilern à la Audrey Hepburn. Retro löst Romantik und Folklore ab und bringt auch die 60er Jahre wieder weit nach vorn, mit dem Minirock und grafischen Mustern an der Spitze.

Bei der Männermode dominiert Abenteuerlust mit Funktionalität. Hinzu kommt ein Schuss kolonialer Eleganz in knittriger Baumwolle und Leinen in Weiß- und Wüstentönen. Auch bei den Herren steht unkomplizierte Mode im Vordergrund, mit freundlichen Farben, vielen sportiven Elementen und alltagstauglichen Versionen: Die Pullover sind weit und bequem, Hemden dürfen über der Hose getragen werden, zu Blazer und Hemdjacke sind auch Bermudas und Shorts erlaubt. Karos, Kaftanhemden und Kordeldurchzüge an den Hosen symbolisieren diese neue Lässigkeit.

Körpernah geht es bei der Damenmode zu. Die Cargohose wird entschärft, zu extrem weiten Hosen gesellen sich schmalere Schnitte, bis hin zur extremen Röhre und Leggins. Gemildert werden diese nicht für alle tragbaren Hosenformen durch neue Kombinationsmöglichkeiten von Schmal und Weit: Übergroße Blousons, schenkellange Pullis und Shirts mit großzügigen Ärmelausschnitten bieten sich dazu an. Multifunktionalität verleiht auch dem Kleid Chancen auf ein Comeback: Schlichte, kurze Formen werden über der Hose getragen zur Tunika.

Der Griff in den Farbtopf fällt mutig aus, Trendexperten sprechen sogar von einer „starken Farbexplosion“. Auf jeden Fall stellen Weiß, Sand und silbriges Grau die wichtigsten Basisfarben dar, die nach Geschmack durch Pastelle, Aquafarben, alle Schattierungen der Rotfamilie oder neonartiges Gelb, Pink und Orange ergänzt werden.

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