Weniger Ausfuhren
Weinexporteure erzielen 2011 höhere Preise

Die Preise für deutsche Weine sind im vergangenen Jahr im Ausland gestiegen. Pro Liter stieg der Durchschnittpreis im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent auf 2,27 Euro. Allerdings wurde insgesamt weniger ausgeführt.
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DüsseldorfDie deutschen Weinexporteure haben 2011 höhere Preise erzielt. Der Durchschnittspreis pro Liter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent auf 2,27 Euro, teilte das Deutsche Weininstitut am Montag bei der Düsseldorfer Messe ProWein mit. In Dänemark und in Schweden gab es die größten Zuwächse mit jeweils über 22 Prozent. Allerdings wurde wegen der geringen Ernte im Jahr 2010 insgesamt weniger Wein ausgeführt.

Die Exporte gingen um gut ein Zehntel zurück. Der Gesamtwert der ausgeführten Weine sank um 1,7 Prozent auf 349 Millionen Euro. Es gebe eine anhaltend gute Nachfrage, bekräftigte Monika Reule, die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts.

An der Spitze standen 2011 die Vereinigten Staaten mit fast einem Drittel der Exporterlöse, gefolgt von Großbritannien und den Niederlanden. In England brachen die Ausfuhren bei Menge und Umsatz zweistellig ein: Dorthin wurden viele Jahre vor allem billige Weine ausgeführt, was nun das Image schädigt. Gewächse der mittleren Preisklasse sind aber zunehmend gefragt.

„Wir müssen das Billigpreis-Segment hinter uns lassen“, sagte Ernst Büscher, der Sprecher des Weininstituts. Schon wegen der oft aufwendigen Produktion etwa in steilen Lagen sowie der Kostenstruktur sei dies nötig. Im Schnitt wird etwa ein Fünftel der deutschen Jahresproduktion an Wein im Ausland getrunken. Dabei ist der Riesling das Zugpferd: 60 Prozent der weltweiten Rebfläche liegen in Deutschland.

Kräftige Zuwächse legten die Winzer 2011 in Norwegen hin: Das Land liegt nun auf Platz vier der Weinexportstatistik. „Fast ein Drittel aller Weißweine, die in Norwegen konsumiert werden, sind deutschen Ursprungs“, erklärte das Institut. China rückte mit einem Wertzuwachs von 19 Prozent auf Platz acht vor - und löste Japan als bislang größten Exportmarkt in Asien ab.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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