Weniger Gewinn mit Briefen im ersten Quartal
Deutsche Post zieht es nach Österreich

Die Deutsche Post hat die Erlöse aus dem Börsengang der Postbank bereits für Investitionen eingeplant. In Branchenkreisen gilt der Bonner Logistikkonzern als Favorit für die Übernahme einer Beteiligung an der österreichischen Post. Hauptkonkurrent ist die holländische Post TPG.

agr DÜSSELDORF. Hinter den Kulissen seien die Weichen für eine Beteiligung der Deutschen Post bereits gestellt worden, sagte der Hamburger Logistikexperte Horst Manner-Romberg dem Handelsblatt. Zum einen gelte Österreichs Post-Chef Anton Wais als Befürworter dieser Option. Zum anderen gebe es deutliche Anzeichen einer Annäherung, wie eine erst kürzlich vereinbarte Vertriebskooperation. Der Aufsichtsrat der staatlichen ÖIAG Holding habe bereits den Beschluss gefasst, 25 % der Aktien der Österreichischen Post und damit die Sperrminorität an einen strategischen Partner abzugeben. Die Veröffentlichung der Entscheidung sei für Mitte Juni geplant. Mit dem Verkauf sei Ende 2004, spätestens Anfang 2005 zu rechnen.

Die Deutsche Post bestätigte das Interesse an Österreichs Post. „Wir schauen uns das Ganze an“, sagte ein Sprecher. Eine Ausschreibung werde mit Sicherheit geprüft. Die Deutsche Post gilt auch als Interessent für die dänische Post.

Post-Chef Klaus Zumwinkel will die Liberalisierung der europäischen Briefmärkte für weiteres Wachstum nutzen. Dies ist dringend nötig: Die rückläufige Ergebnisentwicklung im Briefgeschäft in Deutschland drückt – neben Integrationskosten im Paketbereich – bereits auf die Ertragsentwicklung im Konzern. Hauptgrund ist die 2003 von der Regulierungsbehörde verordnete Portosenkung. Aber auch immer mehr private Briefdienste setzen dem Monopolisten zu.

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