Weniger Inlandsflüge
Fraport mit Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Bei stabilem Umsatz hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im zweiten Quartal 2003 einen Gewinneinbruch von rund 30 Prozent verbucht. An der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr hält der Konzern jedoch fest.

Reuters FRANKFURT/M. Der Konzern-Gewinn sei im zweiten Quartal um 31,3 Prozent auf 24,4 Millionen Euro zum Vorjahr gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Umsatz in Höhe von 448,3 Millionen Euro dagegen sei mit einem Minus von lediglich 1,2 Prozent stabil geblieben.

Im Geschäftsbericht erklärte das Unternehmen, trotz des Gewinneinbruchs halte der Konzern an der Ergebnis-Prognose für das Gesamtjahr 2003 fest. Fraport erwartet einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 500 Millionen Euro. Das Ebitda sank im zweiten Quartal um 13,8 Prozent auf 115,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang erkläre sich aus weniger Einnahmen durch Militärflüge, einem geringeren Passagieraufkommen sowie gesunkenen Fremdwährungsbewertungen, erklärte der Konzern. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Betriebsergebnis von knapp 125 Millionen Euro und damit einen leichten Rückgang zum Vorjahresquartal erwartet.

Im ersten Quartal 2003 hatte Fraport trotz der allgemeinen Luftfahrtkrise das Betriebsergebnis um 10,6 Prozent auf knapp 111 Millionen Euro gesteigert. Vor allem die Erhöhung der von den Fluglinien zu zahlenden Entgelte sowie die zunehmende Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen belebten nach Angaben des Konzerns das Geschäft.

Bei der Hauptversammlung im Juni hatte Fraport-Chef Wilhelm Bender seine Ebitda-Prognose für das Gesamtjahr 2003 von rund 500 Millionen Euro bestätigt. Zuvor hatte Fraport nach jahrelangen Querelen das problematische Terminalprojekt in der philippinischen Hauptstadt Manila mit knapp 290 Millionen Euro abgeschrieben und deshalb 2002 einen Konzernverlust von 120 Millionen Euro verbucht, der aus Kapitalrücklagen ausgeglichen wurde. Das Ebitda hatte rund 500 Millionen Euro betragen.

Das Passagieraufkommen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt war im Juli erneut gesunken. Knapp 4,5 Millionen Passagiere hatten den Rhein-Main-Flughafen genutzt. Dies war ein Rückgang von 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Während die Nachfrage nach Inlandsflügen sank, war bei Interkontinental-Verbindungen eine kräftige Zunahme der Fluggäste zu verzeichnen - vor allem Richtung Nordamerika, Naher Osten und Karibik.

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