Weniger Ökostrom-Rabatte
Bahnfahrern drohen höhere Ticketpreise

Die Bahn verzichtet auf Rabatte bei der Ökostrom-Förderung und zahlt mehr Abgaben. Dadurch entstehen dem Konzern fast 60 Millionen Euro Mehrkosten. Bahnchef Grube schließt nicht aus, dass die Ticketpreise steigen.
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BerlinIm Streit über Rabatte bei der Ökostrom-Förderung lenkt die Deutsche Bahn ein und zahlt künftig deutlich mehr Abgaben. Das Beispiel des Staatskonzerns könnte Schule machen, da die EU-Kommission die Industrie-Privilegien insgesamt seit längerem im Visier hat und von der Bundesregierung Änderungen verlangt.

Die Bahn werde ab 2014 für die bisher komplett befreite Strom-Eigenerzeugung einen reduzierten Satz nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abführen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Freitag entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regelung betreffe auch alle anderen Bahnen, die von der DB mit Strom beliefert würden. So kämen auf die Bahnen insgesamt 58 Millionen Euro an Kosten im nächsten Jahr zu.

Der Marktführer Deutsche Bahn wird davon den Großteil tragen müssen. Vorausgegangen ist nach Angaben aus dem Unternehmen Druck durch die Bundesnetzagentur und die Netzbetreiber. An der Lösung beteiligt war demnach auch das Bundesumweltministerium.

Das Unternehmen gilt als größter Verbraucher von Strom in Deutschland und produziert über Beteiligungen an Kraftwerken rund 70 Prozent selbst und leitet sie durch ein eigenes Netz. Von diesem Anteil zahlt die Bahn künftig auf zehn Prozent die volle Umlage von 6,24 Cent pro Kilowattstunde und auf den Rest den reduzierten Satz von 0,05 Cent. Strittig ist dem Sprecher zufolge noch, inwieweit für die vergangenen Jahre eine Abgabe fällig sein könnte.

Eine Sprecherin der Netzbetreiber verwies auf die Bundesnetzagentur. Diese konnte sich am Freitag zu dem Vorgang zunächst nicht äußern. Das Bundesumweltministerium wiederum erklärte: „Auseinandersetzungen zwischen Netzbetreibern und anderen Unternehmen kommentieren wir grundsätzlich nicht.“

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EU-Kommission droht mit Verfahren

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  • Wer "zwischen den Zeilen" lesen kann, der merkt, daß fast alles an der Energiewende der Öl-/Gasindustrie zugute kommt:
    E-Heizungen (wie in Frankreich üblich mit Atomstrom) werden in D. uns ausgebaut und durch Gasheizungen ersetzt.
    E-Autos werden mit dem völlig überteuerten Strom unwirtschaftlich gemacht, so daß die Zukunft der deutschen Straßen weiterhin Benzin und Diesel gehört.
    Kohle-Kraftwerke werden mit CO2-Steuern (Zertifikaten) belastet und müssen schließen. Atomkraftwerke werden schlichtweg verboten. Die Politik will hauptsächlich Gaskraftwerke haben (auch wenn es bis jetzt noch nicht so ganz klappt) um den zufällig anfallenden Wind/Solarstrom auszugleichen.

    Hat jemand einmal untersucht, ob die Öl-/Gaskonzerne, OPEC, Saudi Arabien, Gazprom usw. an die CDU/SPD/Grüne/Greenpeace dafür Spenden, daß sie ihre Politik zur Förderung Fossiler Energien auslegen?

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