Weniger Umsatz im Inland
Hornbach wächst nur im Ausland

Der harte Preiskampf in der deutschen Heimwerkerbranche hat die Geschäfte der Baumarktkette Hornbach im Inland belastet.

HB FRANKFURT. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Neustadt an der Weinstraße mitteilte, sank der Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/2006, das am 28. Februar endete, in Deutschland um 1,1 Prozent. Starke Zuwächse erzielte das Unternehmen dagegen im Ausland, wo die Erlöse flächenbereinigt um 3,9 Prozent anstiegen. Absolut ergab sich hier sogar ein Plus von 14,5 Prozent.

Insgesamt erlöste die Hornbach Baumarkt AG mit 2,23 Mrd. Euro 6,7 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Dabei steigerte die Firma die Zahl der Filialen um sieben auf 124 und vergrößerte die Verkaufsfläche auf 1,3 Mill. Quadratmeter. Ein Ergebnis nannte das Unternehmen nicht.

Vorstandschef Albrecht Hornbach hatte Ende 2005 angekündigt, an seiner Strategie festzuhalten, dauerhaft die Konkurrenten Obi, Praktiker und Bauhaus mit Niedrigpreisen zu unterbieten. An kurzfristigen Rabattaktionen nach dem Vorbild von Praktiker („20 Prozent auf alles“), wollte sich Hornbach aber nicht beteiligen.

Laut der Unternehmensberatung Mercer Management wachsen die Baumärkte in Deutschland nur noch über die Verdrängung anderer Formate im Handel und nicht durch steigende Nachfrage. Die Marktbereinigung setze sich fort, hatten die Berater Ende 2005 festgestellt. Wer zu den Gewinnern zählen wolle, müsse die Kunden sowohl bei der Leistung als auch beim Preis zufrieden stellen. Wem dies nicht gelinge, dem drohe ein ähnliches Schicksal wie den Betreibern von Supermärkten, die von den immer stärkeren Discountern Aldi und Lidl sowie von Unternehmen wie Kaufland ins Aus gedrängt würden. Hornbach sei durch die Werbeaktionen der Wettbewerber unter Druck geraten. Dies hätte seit Mitte 2004 schwächere Quartalsergebnisse zur Folge.

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