Werbeagentur
Altgesellschafter belasten Übernahme von Springer & Jacoby

Die geplante Übernahme der Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby (S&J) wird durch millionenschwere Geldforderungen mehrerer Altgesellschafter überschattet.

HAMBURG. Wie das Handelsblatt aus Firmenkreisen erfuhr, klagt derzeit der ehemalige S&J-Vorstandsvorsitzende Andre Kemper auf die Auszahlung eines Betrags von deutlich mehr als einer Million Euro, den er noch aus einem Verkauf seiner S&J-Gesellschafteranteile zu erhalten hat.

Kemper hatte seine S&J-Anteile vor seinem Ausstieg Ende 2002 an die Hamburger Werbeagentur abgegeben. S&J habe ihm hierfür bislang jedoch nur die Hälfte der vereinbarten Kaufsumme gezahlt, hieß es in Firmenkreisen. Der renommierte Werbemanager war mehrere Jahre Vorstandschef bei S&J. Nach seinem Ausscheiden wechselte er zur Werbeagentur BBDO. Zudem fordern vier weitere S&J-Altgesellschafter aus dem Verkauf ihrer Anteile einen Betrag im einstelligen Millionenbereich. Zu ihnen gehört auch der ehemalige Kreativchef Hans-Jürgen Lewandowski, hieß es in den Kreisen.

Die Münchener Kommunikationsagentur Elefant Seven will den Hamburger Konkurrenten Springer & Jacoby übernehmen. Sie hatte sich im vergangenen Jahr im Bieterwettstreit gegen die Berliner Agentur Scholz & Friends durchgesetzt. Elefant-Seven-Vorstandschef Horst Wagner hält sich zu den Forderungen bedeckt. „Wir versuchen, mit den Altgesellschaftern eine Regelung zu finden“, sagte Wagner. Nähere Angaben will er nicht machen. Kemper und Lewandowski lehnten eine Stellungnahme dazu ab.

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