Werbeagenturen sehen die Talsohle durchstritten
Agenturchefs hoffen auf leichtes Umsatzplus

Nach drei schwierigen Jahren rechnen die meisten deutschen Werbeagenturen in diesem Jahr wieder mit einer Umsatzsteigerung. Das zeigt die aktuelle Befragung des Branchenverbandes GWA, die gestern veröffentlicht wurde.

tel FRANKFURT/M. Der Verband selbst rechnet mit einem Wachstum von 2 %. „Die Talsohle ist hoffentlich durchschritten“, kommentiert GWA-Präsident Holger Jung die Situation der Branche. Großes Fragezeichen sei nach wie vor die Entwicklung des privaten Verbrauchs, mit der der Aufschwung zusammenhänge. „Die Ängste der Verbraucher um den Verlust ihres Arbeitsplatzes, Gesundheits- und Altersvorsorge sind nicht weg“, sagte Jung.

Dass die Agenturen dennoch zuversichtlich sind, liegt an den positiven Signalen aus den werbetreibenden Unternehmen. Zwei Drittel der Agenturen geben an, dass viele ihrer Kunden die Werbebudgets wieder erhöhen wollen und rechnen deshalb mit einer Verbesserung ihrer eigenen Geschäftslage. Die meisten Wachstumsimpulse erwarten die Agenturen aus den Branchen Chemie und Pharma, Banken und Finanzdienstleistungen sowie Telekommunikation und Automobilindustrie.

Mit dem vergangenen Geschäftsjahr sind rund 40 % der Agenturen zufrieden, 11 % beurteilen es sogar als sehr gut. Nach der Werbestatistik des Hamburger Nielsen Media Research hatten die Unternehmen ihre Bruttowerbeausgaben im vergangenen Jahr um 3,3 % erhöht. Wie stark die deutschen Agenturen 2003 tatsächlich gewachsen sind, kann der GWA mit seiner Befragung nicht mehr ermitteln, da die Agenturtöchter internationaler Werbekonzerne wegen der Bestimmungen des Sabanes Oxley Acts ihre nationalen Zahlen nicht mehr bekannt geben. GWA-Präsident Holger Jung, Gründer der Hamburger Agentur Jung von Matt, schätzt, dass das Branchenwachstum zwischen Null und einem Prozent gelegen habe.

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