Werbebranche
Grey reagiert mit Umbruch auf die Krise

Die Werbeflaute ist noch nicht vorbei. Das merkt auch Grey, dessen Umsatz leicht nachgibt. Mit mehr Kundennähe will die Düsseldorfer Agentur Boden gutmachen, ähnlich wie etwa Scholz & Friends zuvor. Wie Deutschlands zweitgrößtes Werbe-Netzwerk überzeuge will.
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DÜSSELDORF. Mitten in der größten Werbekrise seit Jahren versucht sich Deutschlands zweitgrößtes Werbenetzwerk, Grey, an einem Umbruch seiner Unternehmensstruktur. Steven Althaus, Markenchef der Allianz und neuer Kunde hat die Richtung dafür vorgegeben. In München, am Standort des Versicherungskonzerns, wird ein neues Agenturteam aufgebaut, darin arbeiten sowohl Allianz-Mitarbeiter als auch Werber der Agentur Grey miteinander.

Damit springt Grey auf einen Trend auf, den die gesamte deutsche Werbebranche in der Krise entdeckt hat. Als ein Mittel gegen die Werbezurückhaltung vieler Unternehmen, rücken die Agenturen näher an ihre Kunden.

Allianz@Grey heißt der neue Agenturtyp, von dem Allianz-Mann Althaus sich erhofft, dass er ihm, dem zahlenden Kunden mehr Einflussmöglichkeit bringt. „Wir wollen ein durchgängiges Team mit einem tiefen Verständnis innerhalb von Grey herstellen“, umschrieb er sein erklärtes Ziel in einem Interview mit dem Fachblatt „Werben & Verkaufen“.

Wunsch nach mehr Mitbestimmung

Eine ähnliche Strategie fuhr zuletzt die Agentur Scholz & Friends. Als die Hamburger den Vodafone-Etat holten, bauten sie im Gegenzug eine Niederlassung in NRW aus, um dem werbefreudigen Telekomanbieter nicht zuletzt räumlich nahe zu sein. In Hamburg hat Scholz & Friends bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt, dort modelliert Kaffeeröster Tchibo seit Jahren die Agenturstrukturen der Niederlassung nach seinen Vorstellungen.

Auch die inhabergeführte Agentur Kolle Rebbe kommt ihren Kunden entgegen: Die Hamburger gründeten dieses Jahr für ihren Kunden EnBW eine Filiale in Stuttgart.

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