Werbevermarkter
Ströer findet Segen im Onlinegeschäft

Strammes Wachstum: Der Werbevermarkter Ströer konnte im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von 18,5 Prozent erzielen und einen Millionen-Gewinn ausweisen. Das Online-Geschäft ist ein Segen für das Unternehmen.
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KölnDas Wachstum des neuen Geschäftsfelds Online-Werbung und anziehende Geschäfte im wichtigsten Markt Deutschland haben der Kölner Ströer im ersten Halbjahr einen Schub gegeben. Bei einem Umsatzplus um 18,5 Prozent auf 335 Millionen Euro wies der Werbevermarkter am Mittwoch unter dem Strich einen Gewinn von 3,4 Millionen Euro aus. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 1,7 Millionen Euro angefallen.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr“, sagte Konzernchef Udo Müller. Auch ins zweite Halbjahr sei die Gruppe sehr gut gestartet. Der Vorstand rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem „organischen Wachstum im höheren einstelligen Prozentbereich“ und einem operativen Ergebnis von mindestens 135 Millionen Euro. 2013 hatte Ströer erstmals seit 2010 wieder einen Nettogewinn erzielt - 5,1 Millionen Euro - bei einem Umsatz von 635 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis von 118 Millionen Euro. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen ein Erlöswachstum von zehn bis 15 Prozent, organisch von um die zehn Prozent.

Ströer war früher auf Außenwerbung konzentriert. Der Konzern bestückt etwas Buswartehäuschen oder Plakatwände mit Werbung und bespielt digitale Bildschirme in Bahnhöfen mit Reklame. 2013 stiegen die Kölner dann in die Online-Werbung ein und bieten diese den Kunden nun im Paket mit Außenwerbung an, die Ströer in Deutschland mit dem Konkurrenten JCDecaux dominiert. Das neue Segment, das sich Ströer durch mehrere Zukäufe aufbaute, trug im ersten Halbjahr den Löwenanteil zum Erlösplus bei: Der Umsatz von Ströer Digital verfünffachte sich auf 51,7 Millionen Euro. Organisch wuchs der Konzern um 8,4 Prozent, wozu auch das Plakatgeschäft beitragen konnte. Ströer hat es sich zum Ziel gesetzt, durch das Online-Geschäft auch die Geschäfte in der Außenwerbung anzufeuern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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