Wettbewerbsprüfung
Konsortium darf sich bei Hapag-Lloyd einschiffen

Ein Hamburger Konsortium darf vom Touristikkonzern TUI zwei Drittel der Anteile der traditionsreichen Reederei Hapag-Lloyd übernehmen. Die freie Konkurrenz in Europa werde durch die Transaktion nicht behindert.

BRÜSSEL/HAMBURG. Das teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel nach einer Wettbewerbsprüfung mit.

An der Albert-Ballin-Holding als neuem Eigentümer von Hapag-Lloyd ist zu zwei Dritteln das Käuferkonsortium um den Hamburger Spediteur Klaus-Michael Kühne beteiligt. Ein Drittel der Anteile bleibt weiter bei TUI. Der TUI-Aufsichtsrat hatte den Verkauf zu einem Wert von 4,45 Milliarden Euro im vergangenen Oktober beschlossen.

Um die Übernahme hatte es zuletzt wegen des starken Ratenverfalls in der Containerschifffahrt Probleme gegeben. Die TUI als Verkäufer und künftiger Mitbesitzer von Hapag-Lloyd denkt darüber nach, sich über ihre vertraglichen Verpflichtungen hinaus bei der Finanzierung der Hapag-Lloyd zu engagieren. Damit soll die Liquidität der Reederei auch nach dem endgültigen Eigentumsübergang sichergestellt werden. Das Engagement zu marktüblichen Konditionen, dessen Höhe zurzeit noch nicht feststehe, sei zeitlich begrenzt.

Nach der EU-Prüfung steht dem sogenannten "Closing", dem Ende des Verkaufsvorgangs, nichts mehr im Wege. Noch in diesem Monat soll der Handel unter Dach und Fach gebracht werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%