Wettstreit mit Techem um Marktführerschaft
Energiedienstleister Ista strebt an die Börse

Der früher zu Eon gehörende Energiedienstleister Ista International GmbH macht sich fit für den Gang an die Börse. Der Börsengang sei der Wunsch des Managements und werde für die zweite Jahreshälfte 2006 oder das erste Halbjahr 2007 angestrebt, sagte Firmenchef Walter Schmidt am Mittwoch in Düsseldorf.

HB/juf DÜSSELDORF. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Spezialist für die Erfassung und Abrechnung von Energie- und Heizkosten. Im Juni 2003 wurde es noch unter dem Namen Viterra Energy Services vom Energiekonzern Eon an die Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners verkauft.

„Es ist kein Geheimnis, dass der Einstieg einer Private-Equity-Firma eine Beziehung auf Zeit ist“, sagte Schmidt. Danach seien verschiedene Optionen denkbar – der Verkauf an einen anderen Finanzinvestor, an einen strategischen Investor oder eben der Börsengang.

Im Geschäftsjahr 2004 verringerte sich der Umsatz um 0,8 Prozent auf 446,7 Mill. Euro. Ista habe nach der Trennung von Eon das Portfolio bereinigt, erklärte Schmidt. Das Ergebnis stieg vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) um sieben Prozent auf 111,4 Mill. Euro.

In Deutschland ist Ista mit einem Marktanteil von 24,2 Prozent hinter dem bereits börsennotierten Konkurrenten Techem die Nummer zwei. Es folgen Brunata Metrona und eine Reihe kleinerer, unabhängiger Unternehmen. Weltweit sieht sich Ista zwar in Führung. Das Unternehmen erzielt 36 Prozent des Umsatzes im Ausland, ist in 25 Ländern tätig und hat rund 38 Mill. Zähler im Einsatz. Konkurrent Techem liegt beim Gesamtumsatz aber fast gleich. Im Geschäftsjahr 2004/05 will dieser den Umsatz sogar auf rund 460 (432) Mill. Euro steigern und könnte Ista überrunden.

Ista will in den kommenden Jahren den Umsatz mit einer jährlichen Rate von drei bis vier Prozent steigern. Nicht einberechnet seien dabei Zukäufe, nach denen man weltweit Ausschau halte, heißt es. Vor allem in Osteuropa und auf dem noch unterentwickelten amerikanischen Markt und in Osteuropa verspricht sich das Unternehmen Wachstum. Erst jüngst schloss es die Übernahme des drittgrößten US-Energiekostenabrechners USI ab und baute den Marktanteil auf 31 Prozent aus. Konkurrent Techem setzt dagegen vor allem auf Russland und China.

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