Whole Foods
Bio-Händler entschuldigt sich für falsche Preise

Der Bio-Händler Whole Foods hat Kunden im großen Stil übervorteilt. Der Skandal ramponiert das Image und platzt mitten die Ankündigung einer eigenen Billigkette für Bio-Nahrungsmittel.
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San FranciscoDie Vorwürfe haben es in sich: „Das ist der schlimmste Fall von Falschauszeichnung von Produkten, der uns jemals untergekommen ist“, stellten die Inspektoren der New Yorker Verbraucherschutzbehörde DCA fest.

Die Bio-Kette Whole Foods berechne ihren Kunden systematisch überhöhte Preise bei verpackten Produkten von Nüssen bis Shrimps oder frischen Fruchtsäften, heißt es.
Die Prüfer hatten 80 verschiedene Produktkategorien in mehreren Geschäften untersucht. Manche waren 90 Cents zu teuer, andere hatten einen Aufschlag von 15 Dollar. Whole Foods wies alle Vorwürfe eines beabsichtigten Vorgehens zurück. Am

Schuld wird auf einzelne Mitarbeiter geschoben

Mittwoch dann räumten die beiden Co-Vorstandschefs „Fehler“ ein, sprechen aber weiter von unbeabsichtigten Einzelfällen und beschuldigen einzelne Mitarbeiter. Solche Fehler könnten geschehen, wenn manuell gearbeitet werde. Doch der Schaden war längst angerichtet. Wütende Kunden stürmten die Facebook-Seite des Händlers und machten ihrem Ärger auf Twitter Luft. Late Night-Talkshows machten sich über die Händler mit dem Spitznamen „Whole Paycheck“ (hier wirst du deinen ganzen Monatslohn los) lustig.

1978 gegründet, zeichnete sich der US-Pionier der Bio-Food-Bewegung lange durch starkes Wachstum und hohe Renditen aus. Hier einzukaufen gilt als Statussymbol der Neureichen. Mittlerweile gibt es 420 Filialen in ganz Amerika und es sollen 1200 werden. Doch Bio-Lebensmittel haben längst den Massenmarkt erreicht und mit dem Eintritt starker Wettbewerber aus dem Billigmarkt-Segment wie Walmart oder der Großhandelskette Costco wurde das Hochpreis-Image immer mehr zum Problem. Die jüngsten Vorfälle machen alles nur noch schlimmer. So sollen zum Beispiel Packungen mit Hühnerfleisch mit 9,99 Dollar ausgezeichnet gewesen sein, obwohl im Schnitt nur für 5,87 Dollar Fleisch enthalten war.
Die Vorwürfe kommen zur denkbar schlechtesten Zeit: Erst im Mai war eine Billigkette namens „365 by Whole Food Markets“ angekündigt worden. Die ersten Läden sollen Anfang 2016 eröffnen und ein Gegengewicht zu Wettbewerbern wie der Aldi-Tochter Trader Joe's bilden. Trader Joe's gilt als die preiswerte Alternative für Bio-Lebensmittel in den USA. „Über Jahre waren wir die Gejagten“, so Co-Vorstandschef Walter Robb. „Jetzt werden wir wieder die Jäger.“

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Vertrauen der Kunden wiedergewinnen - doch wie?

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  • Wieder BIO und das bei den absoluten unverschämten Wucherpreisen. Wer stoppt endlich den BIO - Wahn??

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