Wichtiger Markt
Henkel leidet unter Krim-Krise

Eigentlich läuft es rund beim Konsumgüterhersteller Henkel. Wäre da nicht die Krim-Krise. Die Ukraine gehört zu den wichtigsten zehn Wachstumsmärkten. Ein Rückzug kommt für Firmenchef Rorstedt nicht in Frage.
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DüsseldorfDie Henkel-Hauptversammlung könnte eine reine Wohlfühlveranstaltung sein: Umsatz gesteigert, betriebliches Ergebnis gesteigert, Ausschüttung erhöht, Schulden abgebaut. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind gut. Wäre da nicht die Krim-Krise. Sie war am Freitag in Düsseldorf eines der zentralen Themen.

Die Krim-Krise trifft den Dax-Konzern gleich doppelt: Henkel ist sowohl in Russland als auch in der Ukraine mit Niederlassungen vertreten, beschäftigt dort 2.500 beziehungsweise 1.000 Mitarbeiter. „Beide Länder haben für uns große Bedeutung“, sagte Konzernchef Kasper Rorsted.

In Russland machte Henkel allein im vergangenen Jahr einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Erst 2013 baute das Unternehmen den Standort „deutlich aus“, wie Konzernchef Rorsted am Freitag sagte. Die Ukraine zählt nach seinen Angaben zu den „zehn wichtigsten Wachstumsmärkten“. Ein Rückzug aus beiden Ländern stehe nicht zur Debatte, so der Konzernchef Rorsted.


Diese Strategie ist nicht ungefährlich für Henkel. Der Konzern setzt seit Jahren auf die aufstrebenden Märkte, allein 2013 wuchs das Unternehmen dort um 8,3 Prozent. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in diesen Ländern. Bis 2016 will Henkel zehn Milliarden Euro Umsatz in den aufstrebenden Märkten erzielen, das wäre rund die Hälfte des gesamten Umsatzes.

Doch die Reibereien zwischen Russland und der Ukraine gefährden diese Ziele. Besonders für dieses Jahr ist eine Prognose schwierig. Aktuell rechnet Rorsted mit einem Wirtschaftswachstum von knapp vier Prozent in den aufstrebenden Märkten, in den reifen Märkten mit einem von rund zwei Prozent. Allerdings hängt der Erfolg des Konzerns auch stark von der Entwicklung der Krim-Krise ab. Auch die Aktionäre sind besorgt über das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine und mögliche Auswirkungen auf das Auslandsgeschäft von Henkel.

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„Es gibt kein höheres Wachstum ohne Risiko“

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  • ja nee is klar.

    Hoffentlich kanllen die japaner keine wale mehr ab. Ansonsten schreibt man bald "tot eines wals bedroht die binnenwirtschaft deutschlands"

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