Wieder Bewegung bei den Billigfliegern
Easyjet will Berlin als Stützpunkt

Nach Angaben aus Branchenkreisen will der britische Billigflieger und Ryanair-Konkurrent Easyjet am Mittwoch seinen Plan präsentieren, Berlin-Schönefeld zum neuen Stützpunkt für Flüge in Europa zu machen.

HB BERLIN/LONDON. Einer Presse-Einladung des Flughafens Berlin-Schönefeld zufolge will Easyjet-Chef Ray Webster am Mittwoch im Beisein unter anderem des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit und des Brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck die Expansionspläne seines Unternehmens vorlegen. Den Kreisen zufolge hat Easyjet Schönefeld als weiteren Stützpunkt gewählt, weil der Standort genügend Raum für die Expansionspläne der Fluggesellschaft biete. Easyjet lehnte eine Stellungnahme ab.

Webster hatte im Juli erklärt, Easyjet habe eine Liste mit sechs Flughäfen in sechs Ländern auf dem europäischen Kontinent. Daraus werde das Unternehmen Stützpunkte für seine Expansion im Sommer 2004 auswählen. Deutschland sei eines dieser Länder, hatte er gesagt.

Bisher bedient der Billigflieger mit seinen etwa 75 Flugzeugen 114 Routen zwischen 38 europäischen Flughäfen. Nach Deutschland besteht bislang nur eine Verbindung von Londoner Flughafen Stansted nach München. Von den bisher neun Stützpunkten der Fluggesellschaft befinden sich nur drei auf dem europäischen Kontinent; in Paris, Amsterdam und Genf. Die übrigen sechs liegen in Großbritannien.

Im März dieses Jahres hatte Easyjet seine Pläne für einen Einstieg in den deutschen Markt über den Erwerb der Deutsche BA vom damaligen Eigner British Airways aufgegeben. Das Unternehmen hatte seinen Rückzug mit einem unflexiblen deutschen Arbeitsrecht und zerstörerischem Wettbewerb am deutschen Luftfahrtmarkt begründet. Easyjet-Aktien verloren am Dienstag in London stärker als der Gesamtmarkt gut 3,2 % auf 273 Pence.

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