„Wiesn“-Auftakt

Das Milliardengeschäft Oktoberfest

Wenn zum Oktoberfest wieder Millionen von Besuchern die bayerische Hauptstadt stürmen, freut sich ganz München. Mehr als eine Milliarde Euro lassen die trinkwütigen Gäste hier innerhalb von nur zwei Wochen.
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Oktoberfest darf nicht zum Ballermann mutieren

Oktoberfest darf nicht zum Ballermann mutieren

MünchenPunkt zwölf Uhr ist es so weit: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet mit dem traditionellen Fassanstich das Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt. Dann fließt nicht nur das Bier in Strömen. Es füllen sich auch die Kassen der Hoteliers, der Taxifahrer und natürlich der Wirte.

Für viele Münchener ist die Wies'n, wie sie das größte Volksfest der Welt nennen, denn auch eine äußerst einträgliche Veranstaltung: Rund 1,1 Milliarden Euro geben die gut sechs Millionen Besucher während der kommenden 14 Tage in der Stadt aus.

Doch das ist noch nicht alles: Das Oktoberfest bietet der Stadt München zufolge 12.000 Menschen einen Arbeitsplatz - wenn auch für viele Beschäftigte nur für kurze Zeit. Auf- und Abbau der riesigen Bierzelte ziehen sich gleichwohl über Monate hin.

Die Kehrseite der Mega-Party: Viele Tausend Tiere lassen ihr Leben, damit die Massen nicht auf nüchternen Magen trinken müssen. Im vergangenen Jahr genossen die fast sieben Millionen Oktoberfestbesucher unter anderem eine halbe Million Brathendl, 92 Kälber und 118 Ochsen. Von den 70.000 Schweinshaxen und 125.000 Paar Schweinswürstl nicht zu reden.

Auch für Vegetarier geeignet ist das Oktoberfestbier, für das die Zecher dieses Jahr in den großen Bierhallen zwischen 9,10 und 9,50 Euro hinlegen müssen. Für deutsche Besucher mag das ein happiger Preis sein, für viele Ausländer ist es ein Schnäppchen. Das hat die Personalberatung ECA International ausgerechnet. Norweger müssten hier nur die Hälfte dessen hinlegen, was sie in ihrer Heimat bezahlen. Auch Australier und Italiener kämen in München günstig davon. Für die Schweizer sei quasi jedes dritte Bier umsonst.


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  • Das Leben ist zu kurz, um nicht zu genießen. Die meisten sind lustig und haben ihren Spass. Vereinzelte Exzesse wird man nicht ganz vermeiden können. Aber die Liberalitas Bavariae sollten wir nicht den Bedenkenträgern opfern.

    Epikureer

  • Wenn mann es mag für 9,50 € einen dreiviertel Liter Bier zu bezahlen, nach dem 5 Glas nur noch die hälfte drin ist, sich mit transpirierenden Menschen dicht gedrängt im Bierzelt zu horrenden Preisen sich zu verköstigen, für die Übernachtung und die Taxifahrt wesentlich mehr zu bezahlen wie sonst, ungeschützen Sex im Alkoholrausch zu haben oder einfach mal an einer Prügelei teilzunehmen und vielleicht am Ende noch von einen Taschendieb das Geld und die Papiere weg kamen - der ist hier genau richtig.
    Volsksfest in Deutschland.

  • Ja mei,

    schön locker bleiben, wenn sich der Alkohol über die Stadt ergießt. Auch eine Art von Völkerverständigung.

    Schöne Grüße aus München
    Blackstone

  • Einmal und nie wieder war ich da.
    Wenn das als deutsches Kulturgut in die Welt strahlt,dann haben alle den richtigen Eindruck von uns und wissen wenigstens mit wem sie es zu tun haben.

  • Keine gute Moderatorin.

  • +++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

  • +++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

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