Winterdienst

Schneechaos erhöht den Druck auf die Flughäfen

Der beharrliche Winter setzt dem Luftverkehr zu. Angesichts der Flugausfälle steigt der Druck auf die Flughafenbetreiber. Um den Schneemassen Herr zu werden, werden die Forderungen nach einer besseren und aufgestockten Ausrüstung lauter. Auch EU-Verkehrsminister Siim Kallas schlägt sich auf die Seite der Kritiker.
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Am frühen Dienstagmorgen mussten die Start- und Landebahnen am Flughafen Frankfurt vorübergehend gesperrt werden. Quelle: dpa

Am frühen Dienstagmorgen mussten die Start- und Landebahnen am Flughafen Frankfurt vorübergehend gesperrt werden.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Kallas kritisierte die schlechte Organisation auf den europäischen Flughäfen: "Diese Situation ist inakzeptabel und darf nicht wieder vorkommen." Neuer Schneefall hatte die Flugpläne den vierten Tag in Folge durcheinandergewirbelt.

Noch am Montag war die Lufthansa davon ausgegangen, dass man den seit dem Wochenende geltenden Sonderflugplan sukzessive aufstocken und spätestens ab Mittwoch wieder im Normalmodus fliegen kann. Doch nachdem am Flughafen Frankfurt die Start- und Landebahnen am frühen Morgen vorübergehend gesperrt werden mussten, gab es neue Verzögerungen. Nun rechnet die Lufthansa für die nächsten Tage zumindest mit einem "fast normalen Flugbetrieb".

Auch in London Heathrow, dem wichtigsten britischen Drehkreuz, blieb eine Landebahn gestern geschlossen. Allein British Airways musste 165 Flüge absagen. In Paris fielen zahlreiche Flüge aus. Da der Luftverkehr in Europa über die Drehkreuze vernetzt ist, schaukeln sich die Ausfälle hoch.

Angesichts dieses Chaos verweisen Experten auf Länder wie Finnland. Dort kommen die Flughäfen offensichtlich deutlich besser mit dem Winter zurecht. Ein Vergleich, der allerdings nicht frei von Verzerrungen ist. Da strenge Winter hier zum Alltag gehören, lohnt es sich dort eher, eine größere Ausrüstung vorzuhalten, da diese von den Airlines auch häufiger in Anspruch genommen wird.

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1 Kommentar zu "Winterdienst: Schneechaos erhöht den Druck auf die Flughäfen"

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  • Natürlich ist es verständlich, dass sich Fluggäste über die Flugausfälle und horrende Wartezeiten ärgern.
    Herr Kallas dagegen ist ein typisches beispiel für die sinnlose Regulierungswut der EU Komission. Es kann nicht angehen, dass die EU auch noch die Räumungspläne der Flughäfen bei Schnee bestimmt.
    Es reicht schon lange, dass die EU Komission die bürger und Unternehmen in Europa mit immer neuen und fragwürdigen Regulierungen erstickt.
    Das größte Problem der Herren in brüssel ist offensichtlich, dass sie nichts zu tun haben. Zum Glück ist die EU Komission noch nicht in der Lage das Wetter zu regulieren.

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