«Wir sind in einer Traumsituation»
Handel jubelt über zweiten Adventssamstag

Der Einzelhandel hat an diesem Adventssamstag vielerorts mehr umgesetzt als vor einer Woche. Laut Branchenverband HDE ist die Stimmung der Verbraucher besser als im Weihnachtsgeschäft 2003.

HB BERLIN. Der deutsche Einzelhandel hat eine positive Zwischenbilanz des Adventsgeschäfts gezogen. «Die aktuelle Stimmung der Konsumenten hebt sich positiv von den vergangenen Monaten ab und ist auch besser als im Weihnachtsgeschäft 2003», sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Samstag in Berlin. Insgesamt sei die Branche für die kommenden drei Wochen bis Heiligabend vorsichtig optimistisch.

Schon vor einer Woche hatte der Einzelhandel über ein besseres Bild als 2003 berichtet. An diesem zweiten Adventssamstag berichteten die Händler vielerorts von Geschäften von Geschäften zumindest auf Vorjahresniveau, oft auch darüber. Nach Angaben Pellengahrs haben viele Geschäfte am diesem Samstag ihre Umsätze im Vergleich zum vergangenen Wochenende gesteigert. Das in den vergangenen Tagen von den Unternehmen ausgezahlte Weihnachtsgeld habe die Ausgabebereitschaft spürbar erhöht.

«Wir sind in einer Traumsituation», berichtete auch der Präsident des hessischen Einzelhandels, Frank Albrecht, in Frankfurt. Das trübe Wetter sei perfekt für einen Einkauf. Die Umsatzkurve zeige im Vergleich zu 2003 deutlich nach oben. «So ein gutes Weihnachtsgeschäft war überhaupt nicht vorhersehbar», so Albrecht. «Wir hoffen, dass der Trend so weiter geht.»

Damit wächst die Zuversicht, dass Weihnachten diesmal das ansonsten schwache Einzelhandelsjahr mit einem positiven Akzent beendet. «Nach bisheriger Einschätzung hat das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr das Potenzial, in den bitteren Tee des Jahres einen Tropfen Honig zu tun», beschrieb der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Samstag die Lage.

Gefragt waren dem HDE zufolge vor allem Geschenke zum Nikolaustag. Auf der Hitliste der Einkäufer standen insbesondere kleine Präsente ganz oben: Süßwaren, CDs und DVDs, Parfüm, Leder- und Spielwaren. Auch Bücher, Schmuck und Uhren hätten zugelegt, hieß es vom Handel. Als Renner im Weihnachtsgeschenk bezeichnete der HDE darüber hinaus Digitalkameras, MP3-Player und DVD-Geräte. Mancherorts wurden sogar die Schokoladen-Nikoläuse knapp.

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