Wirtschaftsberater
Ernst & Young rüstet sich für Rezession

Die Wirtschaftsberatung Ernst & Young erwartet wegen der aufziehenden Rezession ein deutlich abgebremstes Wachstum. Denn die Unternehmen sparen Kosten und rufen seltener Berater ins Haus

HB STUTTGART. "Wir spüren die Auswirkungen des Konjunkturabschwungs deutlich", sagte der Vorstandschef des deutschen Ablegers von Ernst & Young, Herbert Müller, am Montag in Stuttgart. "Mehr als zwei bis vier Prozent Umsatzwachstum erwarte ich im laufenden Geschäftsjahr nicht." Müller kündigte daher an, bei Neueinstellungen restriktiver vorzugehen. "Wir müssen den Mitarbeiteraufbau abstoppen."

Müller zufolge ist seit April die Nachfrage rückläufig. "Die Unternehmen haben Kostensenkungsprogramme gestartet und werden vorsichtiger bei der Vergabe von Beratungsaufträgen." Wachstum verspreche in der gegenwärtigen Krise jedoch die Sparte Steuerberatung: "So kompliziert war das Thema Erbschaftsteuer noch nie", sagte Müller.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 (30. Juni) setzte Ernst & Young, in Deutschland die Nummer drei hinter PWC und KPMG, mit 1,1 Mrd. Euro 5,6 Prozent mehr um. Die Zahl der Mitarbeiter stieg deutlich schneller um knapp neun Prozent auf 6315 Beschäftigte. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit Wirtschaftsprüfungen, Steuer- sowie Transaktionsberatung 11,9 Mio. Euro, 8,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Finanzperiode 2006/07 hatte Ernst & Young in Deutschland bei den Erlösen noch um 13,5 Prozent zugelegt und damit erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt.

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