Wirtschaftskanzleien
Top-Kanzleien machen sich stärker Konkurrenz

An der Spitze der deutschen Wirtschaftskanzleien stehen weiter unangefochten Freshfields Bruckhaus und Hengeler Mueller. Erst mit Abstand folgen ihnen die Kanzleien Clifford Chance, Gleiss Lutz und Linklaters gleichauf als Gruppe. Die Verschiebungen des Rankings der Top-50-Wirtschaftskanzleien im Überblick.

DÜSSELDORF. Dies ist das Ergebnis des neuen nationalen Rankings im "Juve-Handbuch 2008/2009 Wirtschaftskanzleien - Rechtsanwälte für Unternehmen".

Die Studie entstand durch drei verschiedene Befragungen: Rund 3 600 Interviews wurden hierfür mit Unternehmen, Verbänden und Behörden als Mandanten mit ab 30 Mio. Jahresumsatz geführt, weitere 8 050 Interviews mit Anwälten aus über 1 050 Kanzleien sowie 270 Interviews mit Kanzleien im Ausland. Traditionell macht Juve keine Ranking mit Plätzen von eins bis 50, sondern teilt die Top-Kanzleien in qualitative Gruppen von eins bis acht ein.

Die Studie zeigt: Anders als zum Beispiel in London, wo der sogenannte Magic Circle mit fünf Kanzleien klar den Markt beherrscht - Allen & Overy, Clifford Chance, Freshfields, Linklaters, Slaugter and May - ist der deutsche Anwaltsmarkt wesentlich differenzierter.

Insgesamt gebe es innerhalb der Top-50 Verschiebungen wie schon seit Jahren nicht mehr, urteilt Juve-Chefredakteur Aled Griffiths. Den Stein ins Rollen brachte vor gut einem Jahr die britische Kanzlei Linklaters, die laut Griffiths dem Duopol Freshfields und Hengeler dicht auf den Fersen sei. Um diese Spitze anzugreifen und um besser bei den Dax-30-Konzernen Fuß zu fassen, löste Linklaters vor einem Jahr seinen Kölner Standort auf. Zusammen mit den Ex-Freshfields-Partnern Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld eröffnete Linklaters in Düsseldorf ihr neues Hauptquartier.

Doch nicht alle zogen mit beziehungsweise waren weiterhin an Bord erwünscht: 46 Juristen firmieren heute in Köln wieder unter dem früheren Namen Oppenhoff & Partner, sind bereits unter den Top-50 gelandet und können auf Vorzeigemandate wie die Telekom mit der Spitzelaffäre verweisen. "Die neue Linklaters-Kanzlei, aber auch Clifford Chance mischen den M&A-Markt auf", erläutert Griffiths. Als Beispiel führt er die IKB-Umstrukturierung an. Die IKB sei zuvor in Hengelers Händen gewesen.

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